Guttenberg, Telecomix und ich: Challenge accepted

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Am 11. Dez 2011 wurde Karl Theodor zu Guttenberg von EC VP Neelie Kroes zum Berater für die “no-disconnect”-Strategie der EU benannt. Im Telecomix-Netzaktivistencluster, bei dem ich auch mitmache, waren wir überrascht, dass gerade Herr zu Guttenberg in dieses Amt berufen wurde. Wir haben Herrn zu Guttenberg deshalb zwei Tage später per offenem Brief zu einem Gespräch eingeladen. Wir wollten ihn über die Arbeit der vielen Netzaktivisten informieren und uns ein Bild davon zu machen, was er so vorhat. Dieses Gesprächsangebot hat er angenommen und ich werde mich Anfang Februar mit ihm treffen. Daran gab es in den letzten Tagen viel Kritik, auf die ich hier eingehen will.

Transparenz

Viele haben kritisiert, dass das Gespräch zwischen Herrn Guttenberg und mir unter vier Augen stattfinden wird. Das ist aber die Bedingung die Herr zu Guttenberg gestellt hat, damit er sich überhaupt mit mir trifft. Und da ich etwas von ihm will, nämlich dass er mir zuhört, ist es mir in diesem Fall wichtiger, dass das Treffen überhaupt stattfindet, als dass es öffentlich ist.

Publicity

Und ehrlich gesagt ist es mir sogar lieber, dass das Treffen ohne Kameras stattfindet. Wenn keine Presse dabei ist, wird es ihm schwerer fallen, das Treffen für gute Publicity in Deutschland zu benutzen.

Rolle

Ansonsten kann ich hier nur nochmal deutlich sagen, dass ich mich als Telecomix-Aktivist mit Herrn zu Guttenberg treffe und nicht als Mitglied der Piratenpartei. Herr zu Guttenberg hat auf ein Gesprächsangebot des Telecomix-Netzaktivistenclusters reagiert und nicht eines der Piraten. Also gehe ich auch als Telecomix-Aktivist hin.

Für die Piraten kann und will ich gar nicht sprechen. Schon gar nicht mit einem Berater der EU-Kommisarin Neelie Kroes. Das die Presse trotzdem erwähnt, dass ich Mitglied der Piratenpartei bin, kann ich ihr leider nicht verbieten, auch wenn ich sie jedes mal inständig bitte, die Piraten da raus zu lassen.

Motivation

Warum ich aber überhaupt mit ihm reden will: In der Position, die Herr zu Guttenberg nun bekleidet, hat er Einfluss auf nen Haufen Dinge, die für Netzaktivisten relevant sind. Die internationale Aktivistenszene reagierte nach seiner Ernennung sogar sehr positiv: Endlich würde freies Internet als Thema ernst genommen und durch eine wichtige Person vertreten! Das gerade Herr zu Guttenberg mit seiner zusammenkopierten Dissertation und seinen Positionen zu Netzsperren den Job bekommen hat, ist mehr als problematisch, doch los werden wir ihn da so schnell nicht mehr.

Am Ende bin ich für mich zum folgenden Schluss gekommen: Wenn wir als Aktivisten mitreden und Netzpolitik in unserem Sinne beeinflussen und gestalten wollen, kann es nicht ausschließlich darum gehen, welche Person einen wichtigen Posten innehat. Wir müssen mit den Leuten reden, die netzpolitische Entscheidungen beeinflussen werden, ob wir die Person jetzt mögen oder nicht. Wir können uns nicht nur auf wütendes Twittern und Bloggen beschränken, sondern müssen unsere Vorstellungen dorthin tragen, wo Entscheidungen, hoffentlich dann in unserem Sinne, getroffen werden. Und dazu müssen wir auch mit einem Herrn zu Guttenberg reden.

Fazit

Ich verspreche mir von diesem Treffen ehrlich gesagt nicht viel. Aber der Posten, den Herr zu Guttenberg besetzt ist für unsere politischen Interessen relevant und um ihn in dieser Rolle einschätzen zu können, brauche ich mehr Informationen. Ich möchte wissen, ob er bereit und fähig ist für ein freies Internet überall auf der Welt zu arbeiten. Ich will verstehen, welche Agenda er verfolgt und was seine Ziele sind. Deshalb will ich ihn treffen.

73 Kommentare zu “Guttenberg, Telecomix und ich: Challenge accepted”

  1. Das ist gut so. Sprechenden Menschen kann geholfen werden, alle anderen versinken im Hintergrundrauschen ihrer eigenen Wut.

    Viel Erfolg!

  2. Ron sagt:

    Falls es irgendwie ins Gespräch passt (und du nachher drüber reden kannst), fänd ich es spannend zu verstehen, ob zu Guttenberg nur Lobby-Sprachrohr von Neelie Kroes bzw. ihrem Team ist oder selbst auch angehalten ist, Themen zu setzen und Einfluss zu nehmen, der nicht mit der EU-Kommissarin koordiniert wird.

  3. Jeder habe eine zweite Chance verdient – so hört man von denen die Herrn zu Guttenberg zurück in der Politik sehen möchten. Jeder hat eine zweite Chance verdient – sage auch in trauriger Gewissheit dass eben nicht jeder diese zweite CHance auch bekommt. Nun, schauen wir wie ernst der Freiherr an seinem neuen Thema arbeitet. Danach werde ich die Zeit nach seinem Rücktritt beurteilen.

  4. HonkHase sagt:

    Ich kann dich dabei nur unterstützen und finde das sehr gut! Viel Erfolg!!!

  5. Korrupt sagt:

    Ich neige zu der Ansicht, dass man in einer solchen Konstellation immer benutzt wird und lasse mich gerne positiv überraschen. Was mich aber mehr interessieren würde wäre schlicht, was Guttenberg bezweckt. Erhoffen tu ich mir von einem Blender wie ihm absolut nichts und von der Kroes genausowenig, ich hab eher das Gefuehl, dass man da vor Karren gespannt werden koennte bzw. als Feigenblatt/Legitimation genutzt wird. Aber wie gesagt: wenn auch nur ein “Know your enemy” rauskommt, sind wir wieder nen Tick schlauer. Alles Gute.

  6. Viel Erfolg Stephan!

    Telecomix-AktivistInnen haben früher erfolgreich mit PolitikerInnen gesprochen, in Schweden und in der EU. Die Offenheit des Netzes ist eine Voraussetzung für unsere Arbeit in zum Beispiel Ägypten und Tunisien. Das muss man manchmal sehr deutlich erklären. Was für uns selbstverständlich ist, kann für andere sehr kompliziert sein, und dann muss man so zu sagen ein Bildungsprozess einleiten.

  7. Gelber Frosch sagt:

    Ich komme mir tierisch verarscht vor. Einerseits, dass meine Arbeitskraft von Urbach missbraucht wurde und dann dieses instransparente Treffen.

    Mach in Zukunft Deinen Scheiss alleine.

  8. _Belze_ sagt:

    Hallo,

    also im Prinzip stört mich das nicht Pirat hin Pirat her – ein jeder darf sich mit jedem treffen – ausgenommen er hätte ein Amt oder ein Posten inne – dann dürfte er zwar auch – aber müsste dann auch mit den Konsequenzen leben.

    Ich hab da nur ein paar Fragen – Du schreibst es ist gut so das ihr euch unter vier Augen unterhaltet da er so weniger “gute” Publicity hat – ich denke eher andersrum wird ein Schuh draus – den wenn das Gespräch öffentlich wäre würde ein KTG doch untergehen. Den was will er über ein Thema sagen von dem er keine Ahnung hat, ausser vielleicht aus ein paar Dossiers seiner Mitarbeiter?

    Desweiteren schreibst du ja mann “man müsse sich mit jedem treffen” egal ob einem die Person passt oder nicht.
    Aber was erwartest du dir davon – KTG will zurück in die Bundespolitik und ich denke zur Bundestagswahl 2013 wird er das auch in seinem Wahlkreis leider wieder schaffen – was hat dir das Gespräch dann gebracht mit jemanden der den Posten eben nur deshalb inne hat damit er “sanft” wieder in die Bundespolitik einsteigen kann. Oder erwartest du dir ernsthaft irgendeine positive Konsequenz aus dem Gespräch?

    Ich persönlich würde mich mit ihm nicht unter vier Augen unterhalten wollen – nicht das ich hinterher Pomade im Haar habe.

    Besten Gruß

    _Belze_ on Twitter

    • Stephan Urbach sagt:

      Ich bitte dich, noch einmal den Blogpost zu lesen: Ich treffe mich mit dem Amt, nicht der Person. Ich habe keinerlei Grund, das Programm von Fr. Kroess zu torpedieren.

      • _Belze_ sagt:

        So – nochmal gelesen -die Frage stellt sich trotzdem – Du triffst dich zwar mit dem Amt – aber ein Amt das nicht von einer Person ausgefüllt wird, mit dem wird es schwer zu sprechen – oder habe ich da was verpasst?
        Drum nochmal was versprichst du dir davon mit dem AMT zu reden wenn a. die person die das amt bekleidet bald nichtmehr das amt inne haben wird
        b. was versprichst du dir davon mit jemanden über etwas zu sprechen wovon er selbst nur einen hauch einer ahnung hat?
        Und die Fr. Kroess habe ich nicht erwähnt und auch nicht vermutet das du sie torpedieren willst.

        Gruß _Belze_

    • Stephan Urbach sagt:

      Ach ja… 2011 will seine Pommadenwitze wieder haben.

  9. leser sagt:

    wäre es möglich eine kleine frage in das interview einzuweben, da ist nämlich noch etwas offengeblieben. zur nutzung wissenschaftlich nicht verwendbarer arbeiten in der besagten dissertation:
    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Forum:%22Machen_wir%22

  10. Marc Nemitz sagt:

    Hi,

    schöner Beitrag und ich stimme in weiten Teilen zu, allerdings bin ich auch nicht so moralisch behaftet, dass man dem Herrn nicht als ein Guter in Sachen Lobbyarbeit gegenübertreten könnte.

    Mag die Industrie und sonstwer mit dem dicken Geldbeutel winken, winkt das Netz fröhlich mit der dicken Keule und unendlich vielen Nerds zurück, die auch noch die letzte Leiche im Keller finden werden.
    ;)

    Gruß

    Marc

  11. Alex sagt:

    Ach komm, “man muss mit ihnen reden”, was für ein unfassbar plakatives und schwaches Argument. Du hast dich von ein klein wenig Autorität und für ein Häppchen Wichtig-Gefühl für die PR-Aktion eines aalglatten Karrieristen einspannen lassen. Deine Aktion ist letztendlich rein narzisstisch motiviert, das kannst du so lange rationalisieren wie du möchtest.

    Diese Art von Aktionen ist der Anfang vom Ende der Politik, und es ist auch genau die Methode, mit der sie die schwachen Leute der SPD und der Grünen langsam aber sicher abgekocht haben. Es ist eine Schande, dass du nichts daraus gelernt hast und offenbar auch kein Gespür für die Mühlen der Politik hast, denn da bist du schon knietief drin. Viel Spaß dann noch beim weiter absinken. Wollten die Piraten nicht anders sein?

    • webrebell sagt:

      Du scheinst es offenbar nicht verstanden zu haben.

      Es liegt eher der Verdacht nahe, dass du den Text überhaupt nicht gelesen hast.

      mfg

    • Herr Schrat sagt:

      “Diese Art von Aktionen ist der Anfang vom Ende der Politik, [...]” was für ein unfassbar plakatives und schwaches Argument. Politik gestaltest Du also lieber durch direkte und implizite Anschuldigungen in einem Blog, als durch die Auseinandersetzung (und damit meine ich nicht das überfliegen von Schlagzeilen sondern den Dialog) mit politischen Gegnern? Was kann denn bitte falsch daran sein sich als jemand der einer Interessen- / Aktivistengruppe angehört mit jemandem zu treffen der zu ebenderen Themen arbeitet, um diesem bestimmte Sichtweisen und Ideen nahezubringen und dessen Ideen und Sichtweisen zu hören und durchdenken? Was kann denn bitte falsch an einer Unterhaltung sein? Einem Gedankenaustausch? Was?

  12. Evelyn sagt:

    @Alex…und ich dachte, dass die letzte PISA Studie ergeben hat, dass wir zumindest bei der Lesekompetenz aufgeholt haben…war dann wohl doch ein Irrtum. Mensch, troll woanders!

  13. Peter Piksa sagt:

    Ich kann all die Kritiker, die behaupten, Stephan hätte es sich leicht gemacht, oder daß Stephan sich “für ein Häppchen Wichtig-Gefühl für die PR-Aktion eines aalglatten Karrieristen einspannen” lässt, beruhigen.

    Als ich mit Stephan vor einigen Wochen zu genau diesem Thema gesprochen habe, wurde deutlich, daß er es sich keinesfalls leicht gemacht hat. Einige der jetzt gegen ihn vorgebrachten Kritikpunkte waren zu erwarten, doch letztlich muss man sich fragen, was man erreichen will.

    Diejenigen, die hier bar jeder Empathie zügellos draufschlagen, sollen sich einmal fragen, was sie für die gemeinsame Sache leisten.

    Oh, und nur falls der Verdacht aufkommen sollte: Mein Kommentar ist nicht als aus Freundschaft oder Vergleichbarem motivierter Schutz für Stephan misszuverstehen. Ich beurteile das schlicht aus sachlicher Perspektive. Ich für meinen Teil hätte mich daran gestört, mit Guttenberg zu arbeiten und ihm durch den Namen “Telecomix” auch noch Glaubwürdigkeit zu verleihen – in Anbetracht der Chancen, die sich bieten, hätte ich persönlich aber wohl auch in den sauren Apfel gebissen und mich trotz allem der Sache als solcher zugewandt.

    Was tätet ihr Kritiker?

  14. Alex sagt:

    @Evelyn Um meine Lesekompetenz mach dir mal keine Sorgen, ich hab mit 5 Jahren schon Bücher gelesen, zwei sehr gute Hochschulabschlüsse rumliegen, darunter einem aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich, und ein 1,4er-Abi aus B-W. Ansonsten empfehle ich dir, mal was zur Sache zu sagen, sonst kommst du nie über stumpfes Herumgetrolle hinaus. Diese Art von Angriffen ist aber offenbar eine typische Reaktion bestimmter Piraten (?), wenn man Piraten kritisiert.

    Auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass ich falsch liege: Wenn, dann lasse ich mich eher von Beiträgen wie dem von Peter Piksa überzeugen, die stimmen wenigstens im Tonfall.
    Mit Mangel an Empathie für Stephan Urbach hat meine Kritik übrigens gar nichts zu tun, im Gegenteil: Ich weiß eben, dass die Profis des Polit-Establishments im Grunde idealistische Leute wie Urbach an ihrer Eitelkeit packen und ihre Naivität ausnutzen, ihnen auf diese Weite Bedeutung verschaffen und sie dadurch routiniert langsam weichklopfen. Das konnte man schon wunderbar bei den Grünen beobachten. Die Konsequenten und politisch Starken hat man als Fundis zu Radikalen erklärt, die anderen hat man als “Realos” gehätschelt, hofiert, eingeladen, und getätschelt, bis nichts mehr wirklich entscheidendes von ihren politischen Botschaften und übrig war. So weit ist es hier ja noch nicht ganz gekommen, aber der Anfang ist schon gemacht. Wer solche Vier-Augen-Treffen dermaßen naiv als “miteinander reden und XY erklären” einordnet, der hat meiner Erfahrung nach nicht viel von Politik verstanden, da helfen auch anderslautende Beteuerungen nichts.

    • Herr Schrat sagt:

      Da Du offenbar einiges von Politik verstehst und diese über Jahre hinweg genauer beobachtet hast, hilf doch einfach mal kurz aus, bitte. Wie würdest Du Dir wichtige politische Entscheidungen herbeiführen?

      • _Belze_ sagt:

        Bestimmt nicht durch geheime Hinterzimmertreffen einzelner Personen….

        • Herr Schrat sagt:

          Ja, was Eurer Meinung nach nicht geschehen soll wissen wir ja jetzt, nur ergibt sich daraus die Frage: wie dann? Wie willst Du auf dem aktuellen Stand Politiker zwingen ihre bisherige Art Politik zu gestalten zu ändern? Indem Du sie auf Webseiten zu verstehen gibst dass Du nur mit ihnen arbeitest wenn sie nach Deinen regeln spielen?

  15. casi sagt:

    Du versprichst Dir von dem Treffen also ehrlich gesagt nicht viel, schreibst Du, ja warum suchst du dann so ein Treffen und leitest es in die Wege. Herr Kohlmeier beantwortet Mails schneller und besser, als die Fraktionsmitarbeiter.
    Eine Bitte: während der Arbeit nicht bloggen und twittern, deine Arbeit machen und triff dich privat mit dem Papst oder wem auch immer. Sobald du das ankündigst und darüber blogst, ist das natürlich kein privates Treffen mehr.

    • JanGret sagt:

      Stephan behauptet auch nicht, dass das ein privates Treffen sei. Stephan trifft sich als Vertreter einer Aktivistengruppe mit einer Persönlichkeit, die in den nächsten Jahren in der Position ist, bestimmte Stellschrauben für unsere Sache richtig zu stellen.

      Es muss nicht sein, dass das auch passiert. Es kann sogar sein, dass das Gegenteil passiert.

      Aber wir sollten dran denken, dass wir eben keine “boah, alles scheiße was die da machen”-Opposition sein wollen – sondern konstruktiv an einer besseren Zukunft arbeiten wollen.

      Das bedeutet aber nun mal auch mit dem politischem Gegner zusammenzuarbeiten.

      In unseren Preesemeldungen kündigen wir im Übrigen auch gerne an, “dass wir uns mit unserer Expertise einbringen würden”. Sollen wir dann überaschende Anfragen auch ausschlagen, weil man mit “denen” einfach nicht kann?

      @herrurbach Weiter so!

    • Karl Valentin sagt:

      Genau geh arbeiten

  16. Karl Valentin sagt:

    @Belze er hat aber ein AMT:
    Stephan Urbach, geboren 1980 in Lauterbach, geschieden, lebt und arbeitet in Berlin. Nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium und einer erfolgreichen Bankkaufmannslehre arbeitete Urbach bei AOL. Seit 2011 tut er das nicht mehr, sondern macht Politik in der Piratenpartei und ist Netzaktivist. Das tat er auch schon vorher, aber da hatte er nicht so viel Zeit dafür.
    Seit 2010 engagiert sich Urbach bei Telecomix, seit 2011 ist er im Vorstand von 12 Miles Ahead. In diesen Organisationen arbeitet er an freier Netzinfrastruktur und unterstützt Demokratiebewegungen im “Arabischen Frühling”.
    Manchmal, wenn er Zeit hat, sitzt oder liegt er irgendwo rum und liest ein Buch. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Referent für Wissens- und Informationsmanagement der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und als Ponyexperte.

    • Stephan Urbach sagt:

      Nein, ich habe kein AMT. Auch in meiner von dir zitierten Vita findet sich kein Amt.

      • TheBug sagt:

        Stephan for Bundespräsident ;)

      • Karl Valentin sagt:

        Du Arbeitest aber für die FRAKTION der Piratenpartei!

        • tarzun sagt:

          Hömma Du Internetmaulheld. Wenn Du schon nicht die echt niedrig liegende Intelligenzhürde des Verständnisses von Unterschieden zwischen Amt, Mandat und anderen Tätigen überspringen kannst: Meinst Du nicht, das Du Deine anonyme Fŕesse nicht ganz so weit aufreißen solltest?

        • DanielaKayB sagt:

          Damit ist Stephan Angestellter der Fraktion, was nicht dasselbe ist wie ein Amt.

          Meine Güte, ist denn das so schwer zu verstehen?

          Wenn Du innerhalb der Partei für bestimmte Aufgaben gewählt wirst, bist Du Amtsträger.
          Dazu zählen ua der Vorstand, lt dieser Seite aber zB Kassenprüfer etc nicht.

          Das trifft auf Stephan nicht zu. (Man könnte diskutieren, ob er als *ehemaliger* Vorsitzender des Schiedsgerichts Amtsträger *gewesen* ist, aber das ist auch schon alles.)

          Wenn Du vom Volk in ein Gremium gewählt wirst, bist Du Mandatsträger.

          Wenn Du von der Partei oder eines ihrer Organe als Angestellter eingestellt wirst, beispielsweise als … Referent, dann bist Du Angestellter.
          Die erkennt man ua daran, dass sie nicht notwendigerweise überhaupt Parteimitglieder sein müssen.

    • F. S. sagt:

      Mist, ich beteilige mich auch an der Politik der Piratenpartei. Hab ich jetzt auch ein Amt?

    • Monika Belz sagt:

      Die Voraussetzung um ein Amt oder Mandat innezuhaben ist, man wird gewählt, dafür lässt man sich als Kandidaten aufstellen bzw. wird aufgestellt. Wobei es auch noch einen Unterschied von Amt und Mandat gibt, aber man sollte vielleicht keine Überforderung betreiben.

      Da das Abgeordnetenhaus in Berlin steht, ich Berliner bin und auch noch Pirat, bin ich mir so richtig sicher, ich hatte noch keine Gelegenheit, Stephan in ein Amt oder in ein Mandat zu wählen. Was ich außerordentlich bedauere, hat sich noch nicht aufgestellt, sondern zuvor ehrenamtlich die Bundesgeschäftsstelle geschmissen, auch hier kein Amt, kein Mandat, eine Beauftragung für 0.

      Dann gibt es so Stellenausschreibungen, bei denen man sich bewerben kann und die Möglichkeit hat, angenommen zu werden. Man kann auch gefragt werden, ob man gerne mitarbeiten möchte. In der Folge schließt man einen Vertrag ab, einen Arbeitsvertrag, in dem die Aufgaben enthalten sind, die man so als Mitarbeiter, Referent zu erledigen hat, man bekommt ein Gehalt, man kann diesen Vertrag kündigen oder auch nicht. Man kann gekündigt werden oder auch nicht. Ein Angestelltenverhältnis so wie es millionenfach in unserem Staat vorhanden ist, nichts weiter.

      Ergänzung: Weder Mitarbeiter noch Referenten der Fraktion werden von der Basis gewählt, müssen hierzu kandidieren – keine Wahl = kein Amt / kein Mandat.

      Wenn man auch noch so verrückt ist, daneben, neben dem eigentlichen Job politisch aktiv zu werden, wird das mit Piratenarbeit gleichgesetzt. Warum – keine Ahnung, aber diese Verbindung im Kopf scheint unzerstörbar zu sein. Aber die Gleichsetzung mit einer Tätigkeit Amt/Mandat obwohl man angestellt ist, führt dann doch etwas zu weit. Ich glaube nicht, dass alle Angestellten im Bundespräsidialamt öfters mal Bundespräsident spielen, auch wenn man das vielleicht gut finden könnte.

      Fazit: Lernt zu unterscheiden – Job – politische Aktivitäten – innerhalb und außerhalb der Piratenpartei. Oder reicht ein Satzungsänderungsantrag ein, dass man weder für Piraten arbeiten darf noch einen anderen Gott als die Piratenpartei anbeten darf, in dem man Mitglied anderer politischer Aktivgruppen ist, wenn man Mitglied der Piratenpartei ist. Bis dahin – Kresse besorgen und halten,

  17. tz8 sagt:

    ich will auch ein Amt!

  18. Swen Spitznagel sagt:

    @Alle Mensch, Mensch, Mensch bleibt doch mal sachlich. Stephan trifft sich nicht privat mit Theo, und die beiden werden sicher nicht über die Vergangenheit und ihren Lebenslauf diskutieren. Herr zu Guttenberg hat auf eine Einladung von Telecomix reagiert, eine recht normale Sache in Bezug auf sein Amt, für ihn ist das Lobby-Arbeit. Sicher ist er sich der Medienkompetenz und der Medienwirkung der Internetaktivisten bewusst, und auch das diese derzeit noch anwächst (die Wirkung). Seinen letzten öffentlichen Äußerungen nach denke ich nicht das wir Herrn zu Guttenberg bereits 2013 wieder in der Bundespolitik sehen werden, im Moment könnte er sich höchstens in Bayern sehen lassen, und da er auf Bundespolitik aus ist (und ich zweifle nicht im mindesten an seinem Comeback) wird er sich ganz sicher nicht als “bayrischer Politiker” profilieren, das würde auf Bundesebene das Aus bedeuten.
    Statt dessen ein nicht ganz so medienwirksames Amt in Brüssel, mal Abtauchen und trotzdem präsent sein. Also denke ich er wird dieses Amt eine Weile ausfüllen, das Treffen macht also sicher auch für Telecomix Sinn.
    Und ich denke ein Treffen “unter vier Augen” macht für beide Seiten Sinn, zum einen dürfte es klar sein das die Netzkompetenz auf Seiten von Stephan liegen wird, und wenn KTG wirklich keine Ahnung hat kann er so wenigstens blöde Fragen stellen ohne das Gesicht zu verlieren, und das ist besser als wenn er sie nicht stellt wenn er es wirklich nicht weiß. Zumindest muss er sich so im Gespräch nicht öffentlichkeitswirksam profilieren, das würde das Gespräch sicher sinnlos machen. So kann sich KTG informieren, bzw. informiert werden, und Telecomix kann über Stephan die Haltungen eines Amtsinhabers abtasten.
    @HerrUrbach Schatzi du triffst dich nicht mit dem Amt und nicht mit Theo privat, sondern eben mit einem konkreten Amtsinhaber, der Meinungen und Persönlichkeit hat, stell dich also auf beides ein, das Amt/die Funktion und den Menschen. Mein Tip, lass ihn viel reden aber nicht abschweifen, bleib stringent beim Thema und zwinge ihn auch dazu. Das wird nicht einfach werden, der Mann ist gut geschult und hat auch Sprachgefühl.
    @Alex Ok, Abi 1,4 und Geisteswissenschaftlicher Abschluss mal vorrausgesetzt, wirst du mein folgende Kritik doch sicher verstehen. Abgesehen von der impliziten Aussage das man offensichtlich bereits einen Fehler macht wenn man mit Amtsinhabern redet (oder geht es dir nur um KTG? Egal er IST der Amtsinhaber), kommt von dir doch tatsächlich nichts außer recht allgemeiner Polemik, die tatsächlich insgesamt ein wenig Empathielos erscheint. Und mit Abschlüssen zu protzen mag in B.W. ok sein (ich wohne jetzt auch hier) spätestens in Hessen (von da komme ich) gilt es als oberflächlich, bzw. als Oberflach.
    @Evelyn Leuten zu unterstellen sie wären ungebildeter als man für sich selbst in Anspruch nimmt ist beleidigend. Es geht auch ohne.
    @Alle nochmal: Außerdem hat wohl jeder der sich politisch betätigt einen gewissen Führungsanspruch, bzw. zumindest das Gefühl die zu können, also Entscheidungen zu beeinflussen die in Leben anderer Menschen Eingriff nehmen. Mal abgesehen von anderen Eigeninteressen (seinen sie kommerziell oder weltverbesserlicher-psychologischer Natur) würde ich jedem Politiker und jedem der ein vergleichbares Amt (Aktivist mit Medienzugang!!!) einnimmt ganz sicher ein gewisses Maß an Narzissmus unterstellen. Und eine solche Veranlagung ist nicht nur ganz sicher vorteilhaft, sondern evtl. eine psychologische Notwendigkeit für jemanden der sich ab einem gewissen Punkt der Öffentlichkeit nicht mehr vollständig entziehen kann (außer durch Amtsaufgabe). Insofern denke ich das man das einem Politiker/öffentlichem Menschen kaum vorhalten kann ebenso wenig wie einem Star, zumal es insgesamt gesellschaftlich voll akzeptiert ist.
    Das gilt für Stephan ebenso wie für KTG.

    • _Belze_ sagt:

      ” Schatzi du triffst dich nicht mit dem Amt und nicht mit Theo privat, sondern eben mit einem konkreten Amtsinhaber, der Meinungen und Persönlichkeit hat, stell dich also auf beides ein, das Amt/die Funktion und den Menschen” – genau das habe ich oben gemeint

  19. martin0 sagt:

    ich finde Deine einstellung und das du mit ihm reden willst richtig, gesund und auch professionell! Ja, er ist einer der menschen der gerne klarheit fordert und vorgibt, aber so nicht handelt. sehr gefährlich! sei auf der hut. und er hat im moment wohl ein sehr guten medien-/typberater! vielleicht ist das auch eine change. ihm geht es ja nicht um’s internet, oder sonst was. ihm geht es um sich und seiner machtposition. und wenn die fahnen günstig stehen für ihn dann macht er alles dafür!

    viel glück
    m

  20. mc.fly sagt:

    Respekt. Ich habe mit dir persoenlich gesprochen und weiss das Du Dir das nicht einfach gemacht hast.

    Gute Arbeit. Auch fuer die Piraten aus meiner Sicht. Leute die es ausschliessen mit anderen zu reden haben das gleiche Recht fuer sich auch verwirkt – das Recht das man mit ihnen reden sollte.

  21. Derp sagt:

    Also das hier geht mich eigentlich wenig an, ich finde trotzdem, dass meine Meinung wichtiger ist als eure. Ich habe mich auch null mit dem Thema beschäftigt und bin trotzdem Experte. Und überhaupt geht das gar nicht, dass Leute Dinge machen ohne mich vorher zu fragen. Ich bin schliesslich Papst.

    Heil Diskordia!

  22. Grumpy sagt:

    Tomate … erstmal *flausch* und <3 für Dich.

    Ich vertraue Dir ja voll und ganz – muß ich eigentlich auch nicht mehr betonen. Laß Dich einfach auf Rages nicht ein – da schwirren gerade weniger Diskutanten, sondern eher Trolle durch's Netz.

    Wir wissen doch selber, daß die am lautesten schreien, i.d.R. nicht gerade zu den Machern zählen.

    Heads up och Hälsningar, Puss, Kram och Vi ses! :-)

  23. 3dm sagt:

    Finde ich echt nuttig – die zweite und dritte Chance hatte er sich doch bereits mit seinem eigenen Verhalten versaut, und eigentlich gehört er doch strafrechtlich belangt.

  24. Volker Birk sagt:

    Lieber Stephan,

    ich finde Dein Verhalten äusserst kontraproduktiv (um das wenigste zu sagen). Ich hoffe, Du wirst nicht allzuviel Schaden anrichten, und der Spuk Guttenberg wird endlich an uns vorrüber gehen.

    Vermutlich werden es aber Leute wie Du sein, die das verhindern. Für die negativen Auswirkungen, die das haben wird, dass Du öffentlich Guttenberg in dieser Position akzeptierst, zeichnest Du ab jetzt mit verantwortlich.

    Und nein, ich spreche keinesfalls über den Unfug mit irgendwelchen Doktorarbeiten, sondern über den Mann Guttenberg, der klar und ausschliesslich politischer Gegner des freien Internets ist, und in seinen vorherigen Jobs die Unterdrückung der friedlichen Revolutionen mit organisiert hat, deren Revolutionäre Du eigentlich bei Telecomix bisher mit unterstützt hast.

    Viele Grüsse,
    VB.

    • befrenze sagt:

      Warum ist Stephans Verhalten Kontraproduktiv?

      Lass uns doch erstmal das Gespräch mit dem Freiherr zu Guttenberg abwarten und dann werden wir schon sehen.

      with Datalove <3
      Befrenze

    • Swen Spitznagel sagt:

      Irgendwie finde ich deine Haltung aber kontraproduktiver denn jede Gesprächsbereitschaft, welche in diesem Falle ja wohl nur dem Anerkennen kausaler Fakten folgt, der Mann hat halt das Amt bekommen und klar kann man das Gespräch auch mit seiner Friseuse führen, aber ob daraus politische Ergebnisse resultieren sei mal dahingestellt.

  25. [...] Auch Stephan Urbach wird sich in näherer Zukunft mit Herrn zu Guttenberg voraussichtlich zu einem Gespräch treffen, das hoffentlich ebenfalls Informationen darüber bringt, wie Herr zu Guttenberg der [...]

  26. befrenze sagt:

    Ich stehe voll und ganz hinter dir Tomate :)

    Viel Datalove <3 aus dem Interwebs
    //Befenze aka hamb0rg3r

  27. digilotta sagt:

    @Volker Birk
    Das halte ich jetzt aber für einen recht kurzsichtigen Blick. Ob sich jetzt ein Stephan Urbach oder irgendein Pirat/Grüner/CCC-Hacker mit Guttenberg trifft, ist für dessen Reputation ausgesprochen schnuppe. Der Mann ist Politiker und nicht wie die meisten hier beschränkt auf ein Thema – wenn das mit dem Internetzeugs nicht klappt, sucht er sich das nächste. Schließlich “glänzte” er auf ministerialer Ebene schon in mehreren unterschiedlichen Bereichen. Das ist seine Stärke und seine Gefährlichkeit: Er ist anpassungsfähig und er ist ein starker Netzwerker. Niemand wird alle seine Fäden und Gespinste nachvollziehen können, mit denen er sich einen starken und breiten Background webt.
    So jemanden zu ignorieren und zu glauben, ihn damit totschweigen zu können, ist schlichtweg dumm. Mit so jemandem zu reden, kann gefährlich sein, weil die zu Guttenbergs dieser Welt jegliches Gespräch zu instrumentalisieren wissen. Aber es gibt keine andere Methode, Halbwissen zu entzaubern.

    • @digilotta – jetzt musst du aber mal aufzeigen, wo Guttenberg auf ministerialer Ebene glänzte. Selbt Thomas De Maiziere bestätigte, dass Gutti einen Scherbenhaufen bei der Bundeswehr- Reform hinterlassen hatte. Seine anderen Entscheidungen im Kunduz- Tanklaster Zwischenfall und bei der Gorch Fock Affäre waren nachweislich auch nicht nobel. Lediglich Guttenberg wird von dieser Zusammenkunft profitieren. Schließlich kann er sich danach damit schmücken, die Brücke zu Netzaktivisten geschlagen zu haben. Das wird ihm dann anschließend als große Tat zugesprochen. Dieser Mann ist gar nicht daran interessiert, was die Netzgemeinde möchte, er ist nur auf ein politisches Comeback fixiert. Er wird wohl leider Stephan Urbach dazu instrumentalisieren. Dass es völlig intransparent stattfinden soll, ergibt dahingehend auch einen Sinn. Man würde sonst erkennen, welche Pfeiffe für diesen Job sich die EU ausgewählz hat. Dass Guttenberg sich bislang als Erzfeind der Netzaktivisten präsentierte und ihm dazu jedes Mittel recht war, brauche ich sicher nicht zu erwähnen.

      • Grumpy sagt:

        Heißt das, die Netzaktivisten sollen gefälligst die Klappe halten und nicht mit ihm reden?

        Ich wüßte noch von keinem Fall in dem durch Schweigen etwas aufgedeckt worden wäre (und sei es nur eine fachliche Inkompetenz oder ein Lobbyismus eines Thinktanks der VSA).

  28. Swen Spitznagel sagt:

    Ganz klar muss sein das der Mann ein Machtmensch und Demagoge der ersten Güte ist, ein gefährlicher Mann unter gewissen Umständen, und bisher sicher kein Freund der Netzaktivisten. Und das wird er auch nicht werden schätze ich, aber mal ehrlich was sollte schlimm daran sein mit ihm zu reden.
    Seine Reputation könnte er damit höchstens bei Netzaktivisten verbessern, der Rest der Bevölkerung wird dieses Treffen kaum wahrnehmen, falls es medial außerhalb eurer Kanäle überhaupt erwähnt wird. Und wenn ich mal eure Haltungen zu dem Mann so überfliege, braucht er sich da ja wohl keine Hoffnungen zu machen.
    Hey mal ehrlich, die Piraten haben die Deutschen ja mittlerweile wahrgenommen, aber fragt doch mal “Normale”, so in der “Nicht-Netz-Zentrierten” Gesellschaft mal was Telecomix ist, da sagt die jüngere Hälfte: ein deutsches Wort für Anime, und die ältere: das war das Bildungefernsehen in den Siebzigern (hieß Telekolleg, schade übrigens das ihr das nicht mehr kennt, war richtig gut, lol).
    Aber ich habe die Hoffnung das Herr Guttenberg sich der Tatsache bewusst ist wie stark die Meinung der Netzaktiven mittlerweile die traditionellen Medien beeinflusst (das mögt ihr von innen nicht so sehen, von außen ist es schon sehr offensichtlich mittlerweile) und vor allem wie stark diesen Einfluss derzeit wächst. (explodiert, in fünf Jahren wird ein Drittel aller Medienberichte sich direkt oder indirekt auf Internetquellen bezogen sein, oder früher schon.)
    Meiner Einschätzung nach wird ein Mann wie Guttenberg sicherlich die Macht in den Netzaktiven entsprechend einschätzen und in Gespräch eher versuchen herauszufinden wie weit er Kompromisse mit dieser Lobby eingehen muss in Zukunft. Und ihr seid in diesem Zusammenhang eine Lobby, das muss euch auch bewusst sein wenn euch diese Tatsache Macht verleihen soll. So einen Mann bittet man nicht um etwas, man fordert mehr als man will und handelt dann einen Kompromiss aus….
    Aber ich wette dieses Gespräch wird erst mal ein Abtasten und kleiner “Haltungsaustausch”.

  29. [...] „EU-Berater Guttenberg und Internet-Szene nähern sich an“ wurde neben Zitaten aus dem Blog von Stephan Urbach auch ich als Vorsitzender des ODN im folgenden Zusammenhang [...]

  30. tauss sagt:

    Dennoch wäre interessant zu erfahren, in welcher Funktion Herr Urbach Gespräche führt und mit welcher Visitenkarte oder welchem Briefbogen er dabei hantiert:

    1. Wie hat er mit Altmaier Kontakt aufgenommen? Als Stephan Urbach, als Pirat, für die Berliner Piratenfraktion, als Telecomix?

    2. In welcher Funktion und in Rücksprache mit wem bei Telecomix vereinbarte er das Gespräch mit Guttenberg?

    • Stephan Urbach sagt:

      1. Als Stephan Urbach
      2. Als Telecomix Agent. Nach Rücksprache mit dem Cluster.

    • tante sagt:

      Sehr geehrter Herr Tauss.

      Sie als alter Politikhase und Rechercheexperte sollten doch mit einer gewissen Lesekompetenz ausgestattet sein.

      zu 1) Hier im Blog steht der offene Brief von Stephan an Herrn Altmaier. Nutzen Sie mal die Suchfunktion ihres Browsers. “Pirat” kommt im gesamten Text nicht vor, weder als Arbeitgeber noch als Assoziation von Stephan. Der Brief ist nur mit Stephans Namen gezeichnet. Das war easy!

      zu 2) Hier ist der Hinweis direkt im Text oben versteckt: “Herr zu Guttenberg hat auf ein Gesprächsangebot des Telecomix-Netzaktivistenclusters reagiert und nicht eines der Piraten.” Das Gesprächsangebot ging über das Interfax von Telecomix raus.

      Wie wäre es in Zukunft zumindest grob den Text, zu dem man Fragen stellt, zu lesen? #Protipp

      • tauss sagt:

        Es beeindruckt natürlich sehr, wenn sich der Staatsmann Urbach als Privatperson zu Gesprächen anmeldet. Das öffnet global Tür und Tor.

        Und so richtig informiert scheint das “Cluster” auch nicht gewesen zu sein. Zumindest hielt sich die Begeisterung in Grenzen, lieber Tante ;)

  31. I.Enys Untra sagt:

    You serious?!?

    You want to go to the man who is acknowledged by friend and foe as one of the leading experts in self-proclamation. Guttenberg has forgotten more about PR than you’ve learned. He is experienced to present good impressions on about anyone he meets. He can sell freezers to Esquimaux and the Bible to the Devil and make them convinced forever they made a good deal.

    Now, you are ennobling him (pun intended) as EU Internet advisor with a dialogue.

    Kroes made an affront to all Net activists who have been dealing with those problems for decades. Everyone and his dog knows this is just a plot to get Guttenberg connected at the expense of the taxpayer. No one is taking him seriously. AFAIK from the German Pirate Party came the remark, now that Guttenberg is Kroes’ Internet expert, will Jopie Heesters become her youth expert? Unfortunately, he died in december 2011 – aged 108.

    Congrats. You just passed the ball to “Dr. strg. c. auf-und-davon Guttenberg”. The Berlin Pirates are hiring a professional moderator to settle their discord. The Federal Pirate Chairmanship is looking for assistants against their vast workload. Would it have been too much to ask that you considered the opinion of an experienced PR Expert before shooting this ball into your own goal?!?

    PS: NO, I did NOT mean YOU using the expert to optimise YOUR publicity. I meant him telling you how HE will use you profitably for HIM.

  32. [...] diesem Kreislauf auszubrechen sollte also ein Ziel sein. Ein Mitglied der Piratenpartei (Stephan Urbach) macht gerade vor wie das geht. Er trifft sich zum Beispiel mit Karl Theodor zu Guttenberg, der [...]

  33. anTon.Doe sagt:

    Hi,
    wegen der schicken Vorträge zu Telecomix beim 28c3, hier auch mein Senf:

    1. Herauszufinden was genau Gutti vorhat, erscheint mir zumindest bei der Person Gutti problematisch. (handeln in der Vergangenheit war ja nich immer von Hang zur “Wahrheit” geprägt)

    2. Die Gefahr dich vor einen Karren spannen zu lassen besteht definitiv.
    Wirst du aber erst hinterher feststellen können ob die Gefahr auch Eintritt.

    3. Kann auch sein das du mehr Infos rausgibst als du erhälst

    4. Es ist total bescheuert zu so einem Treffen allein hinzugehen.
    Überleg dir wenigstens noch ein oder zwei Personen deines Vertrauens mitzunehmen um dich selbst abzusichern.
    Dann erhälst du auch eine bessere Einschätzung des Gesprächs. (und du erhälst auch nicht die “Einschmeichel” Ego Vorwürfe etc.)

    5. Wenn die Bedingung ein Vier Augen Gespräch ist, überleg doch mal BITTE das Ding doch noch auf sechs oder acht Augen zu erweitern,
    oder es eben sein zu lassen.
    Also nochmal nachverhandeln!!!
    Wieso sich die Bedingungen diktieren lassen?
    Musst doch so ein Gespräch nicht unter jeder Bedingung annehmen.
    Eine Abbruchbedingung ist nie das Schlechteste.

    Good luck und so

    • tauss sagt:

      Mr. Wichtig ist sich aber wirklich selbst genug ;)

      • SYNonnym sagt:

        @troll[22:23 leicht ärgerliche Stimmung, die Tastatur blitzt, also nicht persönlich nehmen, nachdenken!]
        Frage: Was soll das mit den Ego-Vorwürfen?
        So persönliches angepisse ohne Hand und Fuß ist Scheiß-unsachlich! Wenn du ein persönliches Problem hast, wieso nutzt du dann nicht Jabber oder Mail?
        Ist doch Kotze. So diffuses angespiele mit Smilie.
        Freie Meinung und so bedeutet man kann, man muss aber nichts schreiben.
        So Twitter like Troll-DoS, versteh ich nicht, kein RL oder was, sonst keine Probleme?
        Oder selbst ein Ego Problem?
        Oh nein, don`t feed the …(naja vielleicht ist es wenigstens ein Anti-Troll Virus?)

        und

        @stephanurbach
        Sachlich ließe sich beispielsweise kritisieren:
        Gutti möchte sich langfristig rehabilitieren und ihm wird TENDENZIELL eine Bühne geliefert. (es ist ein Stück-Rehabilitation, na logo!)

        Sachlich ließe sich Fragen: Was ist das was positiv bei rumkommt???
        Ist mir zugegeben auch nicht ganz klar geworden. Außer das mit der “besseren Einschätzung” und der möglichen künftigen Rolle von Gutti.

        Plus vs. Minus

        Kommt bei mir persönlich spontan mehr Minus als Plus raus.
        Unterstelle da aber keine bösen Absichten, denk glaub ich einfach anders.

        @o.T. XOR @stephanurbach
        Hab gerade über dein Althaus Treffen gelesen und auch wenn es nen anderer Thread ist, passt es trotzdem in die Gutti-Geschichte. Verstehe dich da nicht ganz:

        Gehst du ernsthaft davon aus Sicherheits-Hardliner oder Gutti von Freiheit des Netzes überzeugen zu können?
        Deren Absichten herausfinden, ok – maybe – aber überzeugen???
        Wieso da Energien hineinstecken?

        Ach so, und neben unterhaltendem Gespräch fragt sich, was denn mit den “Ergebnissen” angefangen wird.
        Nützt ja erstmal niemandem, wenn Du eine bessere Einschätzung hast, nichtmal Dir, sofern sich die “Ergebnisse”/”Erkenntnisse” nicht irgendwie und irgendwo einbringen lassen.
        Wirkt für mich ein bisschen Tele komisch, chaotisch. Aber leider auch nach überflüssigem Politikscheiß.

        SYNon.nym das alter Ego von AnTon.Doe vom anderen Post

        • tauss sagt:

          Finger genau in die richtige Wunde gelegt.

          1. Ist es unwahrscheinlich, dass der Normalbürger von nebenan einen einstündigen Termin beim 1. parl. Geschäftsführer einer Bundestagsfraktion ohne jede “Hintergedanken” oder ohne Kenntnis des Backgrounds der Person kennt.

          2. weigert sich Altmaier; Stephan Urbach zu erlauben, aus dem Gespräch zu berichten. Intransparenter geht es nimmer.

          3. Der einzige Bericht, den wir erhalten haben, besagt, dass der Befütworter der VDS Altmaier persönlich durchaus ein ganz netter Mensch sei und man zu Politikern höflicher sein solle. Ersteres war schon vorher bekannt. Zweiteres sollte man je nach Politiker differenzieren.

          • SYNonym sagt:

            ad 1. na und,
            was nicht alle machen können, ist doch kein Argument dafür, dass es diejenigen machen, die gerad die Möglichkeiten dazu haben. (ist mir schleierhaft wie überhaupt “der Normalbürger von nebenan” bzw. “alle” Termine erhalten könnten, das kann doch keine Gegenforderung sein, wäre DoS)

            Das Politiker “Absichten” haben ist normal. Müssen n chtmal “Hinter-” sondern können auch “Vordergedanken” sein.
            Kann auch einfach bedeuten sich ebenfalls von diesem oder jenem ein Bild machen zu wollen.
            Wäre in diesem Fall eine Art “gegenseitiger Beratung”, Information gegen Information.
            Soetwas könnte mitunter durchaus Sinn machen, wenn nicht anders an Infos gelangt wird.

            ad 2.
            Das bei privaten “Hinterzimmergesprächen” nichts nach außen dringt ist doch normal.
            Ist doch völlig Normalbetrieb, das sich “Almaier weigert”. Es bietet sich an spätere Veröffentlichung/Verwendung im vorhinein abzuklären. Und sich persönlich abzusichern. Tipp:–> Journalisten machen sowas

            ad 3.
            nö, das war nicht der einzige Bericht, es wurde schließlich auch berichtet, dass das Gespräch überhaupt stattgefunden hat(ist auch eine Form von Transparenz). Intransparenter wäre beispielsweise nichts zu berichten
            oder z.B. deinen Kommentar zu löschen.

            Mit Höflichkeit ist doch nicht Untertänigkeit sondern gewisse Konversationsmindeststandards gemeint gewesen, genauer: die Idee nicht ausschließlich auf Konfrontation zu setzen und nicht allein im Sinne eines “gut vs. böse”-Schemas zu agieren.
            Greenpeace macht sowas beispielsweise ziemlich erfolgreich. Allerdings setzen die nicht rein auf Kooperation(sondern auf Druck + Kooperations-angebot, gehen quasi wie “Erpresser” vor).

            ad ++
            Ist doch kein Weltuntergang so ein blödes Treffen. Politisch halte ich es nicht für besonders bedeutsam und persönlich ist es mir ziemlich schnuppe. Es könnte aber vielleicht in der Zukunft auch wichtigere Treffen geben.
            Dafür ist es doch sinnvoll, solche Treffen als EIN mögliches Mittel zu diskutieren.
            Am Besten aber jenseits der Person, sonst wird es zu schnell unsachlich. who cares ob das jetzt stephanurbach oder irgendwer anders macht, inhaltlich ändert das nichts.

  34. Nico Scharner sagt:

    Geh zur CSU und triff dich dort mit dem Wichser.

  35. [...] Stephan Urbach: Guttenberg, Telecomix und ich: Challenge accepted [...]

  36. [...] von Angelina Jolies Deb… Emotionen: 31* | 1* | 1* In Blogs gefunden: Stephan Urbach Guttenberg Telecomix und ich: Challenge Dez 2011 wurde Karl Theodor zu Guttenberg von EC VP Neelie Kroes zum Berater für die [...]

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