#Trolle und das Wegsehen – gelten im Netz andere Machtstrukturen?

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Trolle. Wir alle kennen sie. Wann immer ein Troll irgendwo einfällt, gibt es für die betroffene Person die Handlungsempfehlung, den Troll nicht zu füttern, denn dem Troll/der Trollin geht es nicht um inhaltliche Beiträge, den Diskurs oder die Diskussion, es geht ihm/ihr einzig darum, zu stören. Trollverhalten ist schädlich, zerstörerisch und ignorant. Eigentlich fühlen sie sich aber nur provoziert denn ihre Welt computiert nicht mit der des Autors/der Autorin.

Sascha Lobo hat auf der re:publica 2011 einen Vortrag über Trolle gehalten und darin festgestellt, dass es sich vor allem um eine soziale Störkommunikation handelt. Die Strategien, die er dort vorstellt, klingen plausibel, ich halte sie aber für nicht zielführend. Am Ende steht die Aussage: Trolle sind ein notwendiger Teil des Ökosystems Internet. Diese teile ich nicht nur nicht, ich widerspreche aufs Äußerste.

Trolle sind gefährlich. Trolle zerstören, es ist nichts Konstruktives an ihnen. Vor ein paar Tagen liess ich einen Tweet los:

Warum sehe ich das so? Ich möchte das am Beispiel exemplarisch abhandeln. Wir haben in der Netzgemeinde™ Personen, die durchaus aufgrund ihres Engagements und ihrer Taten exponiert sind. Diese Personen machen politische Arbeit und kommunizieren diese. Daraufhin gibt es Feedback verschiedenster Sorte: Positive Kommentare, freundliche sowie konstruktive Kritik und Empfehlungen und… Trolle. Diese zeichnen sich im Regelfall durch zwei Sorten Kommentare aus: Die „Dagegen“-Kommentare und die Beleidigungen. Die „Dagegen“-Kommentare sind in keinster Weise konstruktiv und dienen nur um zu stören. Meist wird die „richtige“ Sicht auf die Dinge erklärt und was für ein/e VersagerIn der/die VerfasserIn des Textes doch ist, denn immerhin ist das ja alles falsch. Die beleidigenden Kommentare sind entweder *-ismen oder aber so großartig wie „Schau dir mal deine Wichsfresse an“ (Dies aus einem Kommentar hier im Blog) und dienen einzig der Beleidigung. Sie haben keinen weiteren Wert.

Was hat das nun mit Machtstrukturen zu tun? Wir wissen sehr genau, wie Machtstrukturen ausserhalb des Netzes funktionieren. Es gibt privilegierte Gruppen von Menschen und solche, die es nicht sind. MitgliederInnen der privilegierten Gruppe sind alleine schon aufgrund ihres Statuses stärker als andere Personen. Wir kämpfen viel für die tatsächliche Gleichberechtigung von Nicht-Privilegierten und kommen da auch langsam vorwärts. Das ist ein wichtiger Kampf, denn er ermöglicht ein gemeinsames Miteinander auf Augenhöhe, mit gleichen Privilegien und gleichen Chancen.

Im Netz scheinen sich die Machtstrukturen aber zu verschieben bzw. zu erweitern: neben den oben beschrieben Strukturen kommt noch etwas hinzu: Lautstärke und Followerschaft. Das Equivalent zur Lautstärke ist im Netz Frequenz und Länge von Kommentaren, Postings und ähnlichem, die auch gerne mal in epischer Breite erklären, dass jemand ein völlig falsches Bild hat, dem politischen Gegner opportun entgegen kommt oder auch einfach keine Ahnung hat. Dies mit oft dermaßen kruden Behauptungen, die jeglicher Grundlage entbehren. Solche Beiträge sind zermürbend. Fertig. Sie bringen nicht weiter, sie schüren keine Diskussion. Sie sind einzig dafür da, um zu demonstrieren, wie falsch mensch angeblich liegt.

Die Followerschaft ist der zweite Aspekt, der eine Machtverschiebung herbeiführt. Diese nimmt ungepürft die Argumente der postenden Person auf und multipliziert so den Angriff. Wenn die trollende Person also in der Lage ist, viel Zeit für Beiträge auf zu bringen und dazu noch viele Menschen hinter sich hat, die diese Beiträge multiplizieren, ist das durchaus eine neue Ebene in der Machtstruktur.

Eine neue Ebene, die es genauso wie viele andere Machtstrukturen auch zu bekämpfen gilt.

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35 Antworten zu “#Trolle und das Wegsehen – gelten im Netz andere Machtstrukturen?”

  1. Torsten sagt:

    „Daraufhin gibt es Feedback verschiedenster Sorte: Positive Kommentare, freunlilche Kritik und Empfehlungen und… Trolle“

    Wer Politik macht, erhält auch immer berechtigte Kritik. Das ist unvermeidlich. Hast Du die hier nur übersehen oder ist jeder der „Dagegen“-Fraktion ein Troll?

    • Stephan Urbach sagt:

      Das meinte ich mit freundlicher Kritik. Ich werde das noch ergänzen, damit das klarer wird. Danke für den Hinweis.

      • Torsten sagt:

        Berechtigte Kritik kommt halt manchmal in sehr unfreundlicher Form vor. Und schießt über das Ziel hinaus. Doch das sind nicht die Trolle.

        • acid sagt:

          Unfreundliche Kritik wird auch schnell zum trollen, da die emotionale Botschaft von die sachliche überwiegt.

          Oder anders gesagt: Warum sollte ich jemenschen zuhören, wenn klar gemacht wird, dass mir diese Person mit negativen Gefühlen begegnet?

          • AntJOo sagt:

            Da diese Person trotz ihrer “ negativen Gefühlen“ evt. etwas sinnvolles zu sagen habe könnte.

            Ok das man auf so jmd. nicht hören will ist verständlich.

  2. muehsam sagt:

    Also ich bin ja eher ein freunlilcher* Einzelgängertroll, mein großes Vorbild ist Lorenz Meyer!

    *was immer das ist

  3. Oni sagt:

    So weit, so richtig. Aber ich finde in diesem Text kein Argument, warum „don’t feed the troll“ keine Option mehr sei. Auch keinen Vorschlag, was man stattdessen tun sollte. Ich mache mir jetzt einfach hier mal Gedanken dazu, wie wir diese angenommenen neuen Machtstrukturen bekämpfen kann.

    Also: Wie bekämpfen wir Lautstärke und Followerschaft?
    Lautstärke können wir meiner Meinung nach nach dem alten Prinzip bekämpfen. Wenn der Aufwand eines langen, lauten Nicht-Diskussionsbeitrags nicht durch Aufmerksamkeit belohnt wird, ist das eine effektive Strafe für den Troll.
    Bei der Followerschaft muss man den Followern dann mit Argumenten begegnen und ihnen klar machen, dass der Troll keine Argumente hat.

    • Sofakissen sagt:

      Gründe, warum „don’t feed the trolls“ keine Option ist, finden sich meiner Meinung nach in den letzten beiden Absätzen: die, durchaus auch ausführlichen, Trollkommentare (und damit meine ich nicht konstruktive Kritik, sondern die absichtlich unsachlichen Angriffe, ob subtil oder unsubtil) unkommentiert stehen zu lassen führt zu einer verzerrten Wahrnehmung der Diskussion bei Lesern.

      Außerdem gibt es noch die Seite des Autors, der unter seinem Blogpost einen Berg unsachlicher und teilweise beleidigender Kommentare stehen hat. Zustimmung zu einem Text findet erfahrungsgemäß eher in Flattr-Klicks oder ähnlichem ihre Form, aber was ist eine kleine Zahl gegen geballten Text, der auch noch abgearbeitet werden will, ohne selbst auf der Niveau der Trolle abzugleiten. Wenn am Ende darunter die Motivation oder der Mut seine eigene Meinung zu veröffentlichen leidet haben die Trolle das schlimmstmögliche erreicht, nämlich mit ihrer Lautstärke nicht nur die Gegenmeinung zu übertönen, sondern sogar zum verstummen zu bringen.

      Eine mögliche Gegenreaktion sehe ich darin, dem Autor eines betreffenden Artikels (ich halte das jetzt bewusst allgemein, nicht nur auf diesen Blog bezogen) auch mit seiner Stimme zu unterstützen und nicht nur durch das verbreiten und liken eines Posts. Man kann auch Trolle auch anders reagieren, als ihnen Fisch zu geben: man kann ihnen ganz offen sagen, dass sie keine Fische bekommen werden. Dass das „Bestrafen“ durch schweigen bei Trollen nicht funktioniert dürfte nach 20 Jahren Forenkultur eine traurige Gewissheit sein…

  4. Wolfgang sagt:

    ach ich find trollen manchmal ganz lässig…

  5. Manuel Merki sagt:

    Auf der einen Seite stimme ich der Analyse zu. Trolle sind zermürbend, da unsachlich und persönlich beleidigend. Auch sollte ihnen nicht so viel Platz zustehen, dass für einen externen Leser der Eindruck entsteht, die Trollposts seien die allgemeingültige Meinungen der Leserschaft. Eine solche Macht kann natürlich böswillig ausgenutzt werden und die gilt es zu bekämpfen. Diese Macht beschränkt sich allerdings nicht nur auf Trolle, jede grössere Gruppierung kann ihre geballte Macht zu ihren Zwecken ausnutzen.

    Deshalb finde ich andererseits folgenden Satz weniger nachvollziehbar:

    „Wenn die trollende Person also in der Lage ist, viel Zeit für Beiträge auf zu bringen und dazu noch viele Menschen hinter sich hat, die diese Beiträge multiplizieren, ist das durchaus eine neue Ebene in der Machtstruktur.“

    Für gewöhnlich sind Trolle eher anonyme Einzelgänger. Eine Zusammenkunft von befreundeten Trollen um unseriöse Beiträge zu verfassen erscheint mir als eher lustige Vorstellung. Wird ein Thema von einer beachtenswerten Zahl an Personen kritisch kommentiert, würde ich davon ausgehen, dass es Gruppierungen in dem Land gibt, die diese Meinung ernsthaft vertreten. Auf diese sollte man eine klare Antwort haben, durch eine eindeutige eigene Meinung.

    Und schlussendlich liegt es an den wohlgesinnten Nutzern, die ihre Meinung sachlich verteidigen müssen, da sie ansonsten genauso zu Trollen werden. Was m.E.n. oft geschieht. Durch klare Leitlinien sollte es auch möglich sein, klar beleidigende Beiträge mit freundlichem Hinweis zu löschen. Im Normalfall wird „die Community“ das aber regeln.

  6. nein sagt:

    Wehret den Anfängen derer, die das Internet zu einem ernsten Ort machen wollen!

    Ach und.

    Rechtsbündige Layouts haben doofe Ohren!!1

    • Sofakissen sagt:

      …aber mobil optimierte Layouts haben die Haare schön.

    • tja sagt:

      So leid mir das tut, gerade als Pirat, ich muss diesem Kommentar zustimmen. Das Internet ist leider ein Ort, der einiges an Medienkompetenz und Sozialkompetenz erfordert. Anstatt sog. „Opfer“ in Schutz zu nehmen, sollte man dafür sorgen, dass sie lernen, mit „Trollen“ umzugehen.

      • Stephan Urbach sagt:

        So leid es mir tut, aber gerade als Pirat kam ich diesem Kommentar nicht zustimmen. Ist es denn zuviel verlangt, einfach mal nett zu sein und dort, wo es Leute nicht sind zu unterstützen und zu helfen?

        • Kobold sagt:

          Der Troll ist zwangsläufige Konsequenz eines beschleunigten Informationsflusses.

  7. Martin sagt:

    Hallo Stephan,

    hast Du mal ein konkretes Beispiel (bin leider nicht auf twitter aktiv)?

    Ich finde das „trollen“ ist Teil der Kommunikationskultur. Genauso wie das Netz-establishment (durchaus berechtigt) gegen Internetausdrucker schiesst, genauso haben jene auch ihre Kritiker. Jeder der sich in die Öffentlichkeit wagt muss damit zurecht kommen. Dieter Bohlen wird auch getrollt von Comedians und dem Feuillton.
    Wenn Du konsequent dagegen bist, dann müssen wir an einer Kommunikationskultur arbeiten in der wir uns nicht gegenseitig abwerten und beleidigen. Aber das muss dann eben für Blogger genauso wie für Politiker. Will sagen: Wir spielen im Netz nur das nach, was es schon immer gegeben hat: Neid, Hass und Boshaftigkeit.
    Ich habe da auch kein Bock drauf, ich muss aber zugeben, dass ich jemanden der sich weit aus dem Fenster lehnt auch mal gerne zurecht stutze. Ich lasse mir das aber auch gefallen. Irgendwie gehört das für mich dazu, evtl. meinst Du abeauch etwas anderes.
    Naja schönen Abend noch und lasse Dich nicht zu sehr ärgern 😉

  8. EsEf sagt:

    We not only starve to death trolls by not feeding them – we shoot on sight. #trollkillers

  9. mark793 sagt:

    Der Diagnose, dass die weitgehende Nichtmehrfütterung die Trolle nicht ausgehungert und zum Aussterben gebracht hat, kann man sich anschließen. Aber das „was tun?“ bleibt mir hier irgendwie zu diffus und unkonkret. Anders gefragt: Reißen sich die Rabauken auf dem Spielplatz etwa am Riemen, wenn ein mehr andere Kids als sagen, „ey Du, das find ich jetzt aber nur so mittel bis gar nicht gut“?

  10. mark793 sagt:

    Huch, das sollte natürlich heißen „wenn mehr andere Kids als bisher sagen…“

  11. vera sagt:

    Trage noch eine Sorte bei, die nicht direkt trollt, aber zumindest trollähnlich nervt: Die, die immer sagen, das sei woanders ja noch viel schlimmer, die immer fragen, „habt ihr keine anderen Probleme?“, die grundsätzlich schon selbst Schlimmeres erlebt haben und finden, dass alles außer dem besprochenen Problem wirklich wichtig sei. Arrghhhh.

  12. yt sagt:

    Moderation, Hausrecht, Administration – oder wie der Troll sagt: „Zensur!!!111elf“

    Ich finde Demokratie, Kreativität, Freiheit u. Katzenbilder toll.
    Nun stellen wir uns einmal vor, ich stehe in meinem Haus, vor dem Sarg meiner Mutter, will eine Rede halten o. hab sie gerade beendet, da springt einer der Gäste auf, schimpft mich einen Lügner – hüpft herum und wirft mit Katzenbildern um sich oder beginnt damit alle auf den Kranz zu Urinieren.

    Was würde ich tun?
    Verständnisvoll nicken und ihn als Teil unserer Kultur willkommen heißen?

    »Ich hab ADHS bin Legasthenika und ihr müsst mich lieb haben, weil ich ja ein Recht auf freies Urinieren habe«

    Anstand und Respekt hat doch nichts mit Religion oder Faschismus zu tun. Es ist durchaus möglich dass man Anstand und Respekt erlernt. Man muss ihn aber auch beigebracht bekommen.
    Vielleicht hätten manche Eltern ihren Kindern mehr Moral und Ethik auf den Weg geben sollen, mit einer leichten Prise Konsequenz. Ihnen Grenzen aufzeigen und mehr Aufmerksamkeit zuteil werden lassen müssen.

    In Chats wurden diese Idioten früher gekickt, dann gebannt. In den Mailboxen gab es Sperrlisten ihrer Telefonnumern. Und genau das ist IMHO die einzig richtige Verhaltensweise. Zero Toleranz, …

    Es gibt so unendlich viel Raum um sich aus zu toben im Netz. Es gab sogar einmal Flameboards! Heut dürfen Idioten sogar ihre eigenes WordPress betreiben, ein Domain anmieten, Autofahren, Kinder kriegen. So tolerant sind wir Menschen.
    Also sollten wir den Trollen und Idioten nicht den Raum überlassen der uns wichtig ist. Soviel Courage sollten wir haben uns nicht durch „Zensur1111elf“ getrolle, nerven zu lasen.
    Ich muss nicht mit jedem befreundet sein und kann ihn trotzdem akzeptieren. Doch ich muss nicht mein Leben, meinen Raum und meine Wertevorstellungen teilen.

    Der Planet ist so gross, damit wir uns aus dem Weg gehen können. Es wird immer eine IPV6 Adresse geben die auch mich versteht.

    Mit vernetzten Grüßen,
    yt

    • Jacob sagt:

      Mmh, ist das nicht technisch problematisch? Es gibt ja keinen Algorithmus, der Trolle herausfindet. Da ist also immer jemand, der das entscheidet. Und damit wird die Sache schwierig, was ein Troll ist sehen nämlich unterschiedliche Leute unterschiedlich. Wer soll also entscheiden? Wenn man eine Melde-Funktion einbaut, kann die der Troll natürlich auch selbst benutzen. Abstimmen ist auch schwierig, aus dem gleichen Grund. Und langsam.

      Ganz konkret kann ich Troll-Verbieten als z.B. als user auf einer Mailingliste auch gar nicht anwenden (es sei denn ich bin Admin). Da kann ich erstmal nur entscheiden zu antworten, oder eben nicht. Antworten habe ich ein paarmal gemacht. Danach habe ich mich extrem geärgert. Jetzt antworte ich nicht mehr.

      Vorteil ist, daß jeder selbst entscheiden kann, was ein Troll ist und was nicht. Die mitlesenden Leute filtern Troll-Antworten sowieso geistig weg. Und wenn der Troll wieder etwas sagt, ist er schon abgestempelt.

      Abgesehen davon gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten? Bei Wikipedia gibt es z.B. nach längeren edit-wars und flame-wars auf den Diskussions-Seiten Schlichter, die, von beiden Seiten akzeptiert, versuchen den Streit zu regeln.

  13. Ganz ehrlich: ich finde Vormoderation in Blogs bescheuert, weil sie…

    …. erstens voll die Arbeit macht,
    …. du zweitens dann wirklich für die Kommentare einstehen musst und
    …. drittens der Diskussionsfluss gestört wird.

    Ich habe seit Bestehen meines Blogs etwa 2 Kommentare gelöscht und bei dreiem irgendwelche Sternchen reinbauen müssen, weil da zu kriminellen Dingen aufgerufen wurde.

    Moderation mag zwar Hausrecht sein, bleibt aber eine Art von Zensur. Ich stehe da nicht drauf, auch wenn man manchmal Trolle ertragen muss, die einem die Kommentare mit belang- und sinnlosen Dreck vollschreiben.

  14. Mett sagt:

    Nur damit ich das richtig verstehe: Kommentatoren, die einen positiven „du hast ja so recht“-Kommentar ablassen, sind keine Trolle, weil der Kommentar positiv ist? Auch wenn der Kommentar keinen diskursiven Wert hat und eine Diskussion nicht zu befruchten in der Lage ist?

  15. […] subtil durch Intrigen oder ähnliches stattfinden, als auch offen und laut per Shitstorm oder permanentem Getrolle. Aber auch unauffälligere Dinge, wie z.B. die Erwartungshaltung der eigenen sozialen Gruppe, […]

  16. sandra sagt:

    als troll’geschädigte‘ kann ich nur sagen , ‚dont feed the troll‘ lässt den troll vielleicht nicht aufhören, aber man spart sich selbst viele nerven wenn man nicht mehr reagiert. heute würde ich auch anders reagieren als noch vor 2 jahren, aber naja man lernt eben daraus. es wird sie leider immer wieder geben … cest la vie :) man kann auch vernünftig diskutieren und muss nicht immer einer meinung sein, aber der ton macht die musik und vorallem respekt. auch wenn man sich vielleicht nicht persönlich kennt oder gerade deswegen, weil man sich eigentlich gar kein persönliches urteil erlauben kann .

    schönes wochenende :)

  17. Wo ist das Problem? Nirgends funktioniert das Weghören so gut wie im Netz. Auf Mailinglisten ist das schonmal gar kein Problem. Wer auf Twitter Trollen zuhört, ist mMn. selbst schuld. Follower-Prinzip und Trollen geht für mich nicht zusammen!
    Worüber man diskutieren könnte, wären bessere Tools in Blogs, die ad-hoc alle Kommentare unerwünschter Autoren ausblenden – auf Klick des Seitenbesuchers versteht sich. Easy. Braucht keine Hierarchischen Strukturen.

    Analytisch,
    M.R.

  18. […] finde auch: “Don’t feed the trolls” ist keine Option mehr. Es war eigentlich auch noch nie eine. Trolle verschwenden nicht nur Zeit. Sie nehmen die Lust sich […]

  19. […] Update: In ausführlicher hatte tomate da schon letztes Jahr drüber gebloggt. […]

  20. […] erleben, wie mit ihnen umgegangen wird, wenn sie mal nicht Mainstream sind? Einen sehr lesenswerten Blogpost zur Meinungsmacht im Netz hat übrigens @herrurbach […]

  21. […] #Trolle und das Wegsehen – Gelten im Netz andere Machtstrukturen? […]

  22. […] Opfer dieser Einschüchterungskultur im Netz (den Begriff prägte Caspar Mierau in seinem empfehlenswerten Blogpost zu diesem Thema) sind in den meisten Fällen Frauen, die in sozialen Netzwerken aktiv sind und/oder in der Öffentlichkeit stehen. Diese Frauen haben meist eine feministische Haltung, sind in sogenannten “Männerdomänen” unterwegs, oder sind extrovertiert, widersprechen und nehmen kein Blatt vor den Mund. Oder sie sagen einfach “Nein”. Die Opfer haben also Eines gemeinsam: Sie rütteln an den vorherrschenden Machstrulturen. […]

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