Eigentlich mag ich Hackerspaces

63

Hackerspaces, Orte voller Wunder, Technologie, friedlichen Hackern und Hacksen, Gemeinschaften intergalaktischer Wesen und Orte zum sein. Oder, um es mit den Worten von hackerspaces.org zu sagen: “Hackerspaces are community-operated physical places, where people can meet and work on their projects.” Das klingt erst einmal sehr einladend – eine Community betreibt physische Orte, wo Menschen zusammen kommen, um an ihren Projekten zu arbeiten. Dabei gibt es Hackerspaces der verschiedensten Art – in einen wird mehr gecoded, in anderen gelasert und in ganz anderen steht das Miteinander im Vordergrund.

Im Idealbild ist ein Hackerspace ein Ort der Bildung, der Lehre und des Austausches. Viele Member von Hackerspaces stehen für freies Wissen, freie Bildung, Open Source, Transparenz von Entscheidungen und einen guten Umgang untereinander (aka Flausch), doch es ist erschreckend, wenn man erst einmal in einigen Hackerspaces war.

So sehr diese Member sich für diese Themen einsetzen, um so stärker vernachlässigen sie sie in ihren eigenen Communites. Viele dieser Gemeinschaften verschließen sich nach Außen, es gibt höchstens mal einen monatlichen Tag der offenen Tür, oder einen Alien-Dienstag, an dem Nicht-Member die Möglichkeit haben, einen Einblick in diese Communities zu erlangen. Wikiseiten werden geschützt und nur Mitgiedern zugänglich gemacht. Wichtige Diskussionen werden auf internen Mailinglisten geführt, um sich von der Außenwelt abzuschotten. Und selbst, wenn diese Prinzipien nicht bis ins letzte Detail so gelebt werden, so schrecken sie doch ab. Wer geht schon einfach so zu einem Hackerspace, wenn die Chance, auch nur durch die Vordertür hinein zu kommen, augenscheinlich äußerst gering ist. Und so schwer wie es für Hackerspace-Erfahrene sein mag, um so schwieriger wird es für jemanden sein, der diese Gemeinschaften nicht kennt, und zum ersten Mal einen Blick in die heiligen Hallen eines Hackerspaces wagen möchte.

In der Hackerethik, auf die sich momentan die meisten Member dieser Community berufen, steht: “Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein.” Mit der Walled Garden Poltik, die viele Hackerspaces fahren, wird dieses Prinzip mit Füßen getreten – die oben beschriebenen Mechanismen produzieren gläseren Wände, gegen die Menschen laufen. Das is natürlich auch ein Selbstschutz der Spaces bzw. ihrer Communities um die Mythen und Legenden, die sich um Spaces ranken, zu erhalten und zu fördern. Oft meint man, die Hohen Priester des neuen Zeitalters wollen ihr Wunderwirken nicht offenbaren und legen Verhalten an den Tag, wie es schon Erik Davis in “Techgnosis” beschrieb: Technologie wird seit der Antike mystifiziert, um dem gemeinen Volk nicht erst den Anschein zu geben, dass keine göttlichen Kräfte dahinter stehen, denn anders ist die Macht nicht zu erhalten. Das steht im krassen Gegensatz zu dem zitierten Satz der Hackerethik und doch wird das so praktiziert.

Dabei könnte es so einfach sein. Sogar die meisten Sportvereine machen es uns vor. Da kommt man einfach mal zu einem Training, trainiert zwei Mal mit, und schon ist man Teil des Teams. Wir als Gemeinschaft haben für uns den Anspruch, Dinge besser zu machen. Sparen wir uns das Probetraining. Wenn ein Fußballverein keinen Tag der offenen Tür braucht, und keinen Tennisspieler-Dienstag, warum dann ein Hackerspace? Was hält eine Gemeinschaft, die die Welt verbessern möchte, und dafür jede helfende Hand gebrauchen könnte, und jede Idee neue Ideen hervorbringt, davon ab, sich zu öffnen? Eigentlich nichts! Und doch werden unter Vorwänden wie Öffentlichkeitswirkung und Gruppendynamik Mauern um diese Gemeinschaften aufgebaut, die den eigentlichen Grundsätzen eben dieser Gemeinschaften widersprechen, und ihnen so mehr Schaden zufügen, als ihnen zu helfen.

Wir arbeiten mittlerweile in Hackerspaces an so vielen Dingen: Elektronik, Software, mechanische Gerätschaften, hacken Sprache, Kultur und Sex & Gender. Gerade der letzte Punkt ist seit Monaten in der Szene ein Thema und viele Spaces versuchen, ihre Kultur im Umgang mit verschiedenen Lebensmodellen, Geschlechtern und Geschlechterrollenveständnissen zu verbessern und heraus zu finden, wie mensch sich in einem Space wohler fühlen kann, egal welches Geschlecht diese Person gerade hat. Natürlich sind solche Bestrebungen gut und wichtig aber: Warum wird dann immer diese große Kluft zu Nicht-Member gegraben? Sind das “andere” Menschen? Sind sie “weniger wert”? Oder hat das vielleicht einfach nur mit der Finanzierung und der Verteilung von Arbeit in Hackerspaces zu tun?

Es mag es so aussehen, dass ein Member die Gemeinschaft eines Hackerspaces unterstützt, sowohl finanziell, wie auch durch aktive Beteiligung, und ein Nicht-Member dies nicht tut. Allerdings hat das Member-Dasein oft auch andere Vorteile, wie z.B. 24/7-Zugang, Rabatt auf Workshops und Mate und einen viel direkteren Draht in die Gemeinschaft. Nicht-Member haben diese Vorteile nicht, und doch bringen sie neue Ideen oder eine Spende für den Space, und öffnen möglicherweise den Zugang zu anderen Communities, an die man vorher noch nicht einmal dachte. Sie starten neue Projekte und beschleunigen die Weiterentwicklung eines Spaces. Durch sie öffnet sich eine solche Hackerspacegemeinschaftaft der Allgemeinheit, der sich viele durch ihre gemeinnützige Vereinsform eigentlich verschrieben haben.

Dieser Gemeinnutz ist aber dann doch oft nur das Feigenblatt, um eigentlich nur für sich selbst nützlich zu sein und den Steuerkram nicht machen zu müssen. Das ist nachvollziehbar und verständlich, aber nicht der Sinn, wie das Gedacht ist. So viele Spaces haben in den Vereinen, die sie tragen “Bildung” als Vereinsziel stehen, oder auch Vorträge und Konferenzen. Ja, dem Finanzamt reicht es, wenn man das innerhalb des Vereins anbietet, aber der eigene Anspruch sollte höher sein. Im Augenblick ist bei den meisten Spaces die Gemeinnützigkeit nicht für die Allgmeinheit, sondern nur für die eigene Gemeinschaft gegeben.

Lasst die Hackerspaces nicht zu Orten der neuen Eliten werden. Sie sind keine Tempel für die Hohen Priester, sie sollen Orte des Austausches sein. Orte für Eliten haben wir leider schon genug, seien es große Clubs, Parteien oder bestimmte Podcasts. Vielleicht hat es diese Orte, diese mystischen Orte mal gebraucht, aber heute nicht mehr. Die Zeit der Elitenbildung muss ein Ende haben, Hackerspaces sollten es sein, die statt “Tempel” Marktplätze sind, wo sich Menschen treffen und hacken. Und nur, weil jemand eine Podcast produziert, eine Position in einer Partei hat, oder irgendwo sonst die Möglichkeit, die Stellung eines Hohen Priesters einzunehmen, so ist er noch lange kein besserer Hacker.

“All hackers are created equal” – malt es euch an die Türen eurer Spaces. Druckt es auf Flyer. Und macht den Menschen klar, das jeder ein Hacker sein kann, wenn die Bereitschaft da ist, zu lernen, sich einzubringen (und sei es nur als fruchtbarer Mitdiskutant) und das Wissen, dass vorhanden ist, zu teilen. Denn dafür sind Hackerspaces da.


Der obige Text ist von Stephan Urbach (Mitglied der c-base) und tiefpunkt (Mitglied im RaumZeitLabor). Diese Hackerspaces sind über die geäusserte Kritik nicht erhaben.

in der Kategorie

63 Kommentare zu “Eigentlich mag ich Hackerspaces”

  1. [...] Der @herrurbach und ich haben eine kleine Kritik zu Hackerspaces geschrieben. Zu lesen gibt es sie in seinem Blog: http://stephanurbach.de/2012/05/eigentlich-mag-ich-hackerspaces/ [...]

  2. skytee sagt:

    “Wer völlig offen ist, ist nicht ganz dicht.” Es gibt durchaus Gründe, den Zugang nur kompatiblen Menschen zu gestatten. Einige Beispiele: wie wär’s mit einer Gruppe Burschenschaftler? Oder jemand, der Dich bittet, den Emailaccount seiner Freundin aufzumachen, weil er eifersüchtig ist? Leute, die behaupten, sie würden verfolgt, weil Ihre Bildschirmhintergrundeinstellungen sich dauernd rücksetzen? Wie willst Du arbeiten, wenn Du dauernd von Inkompatiblen abgehalten wirst? Für eine unversiegbare Quelle an Erstaunlichkeiten vgl. Leserbriefe der Datenschleuder.

    • tiefpunkt sagt:

      Was verstehst du unter kompatiblen Menschen? Ich finde alleine diese Kategorisierung schon ziemlich gefährlich.

      Und vielleicht hat $Person keine Ahnung von IT-Themen, und möchte unbedingt den Email-Account seiner Freundin hacken, ist dafür aber unheimlich gut und versiert auf irgendeinem anderen Gebiet, was dein Hackerspace abdeckt? Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: a) Schotten dicht, $Person bleibt draußen. Jetzt läuft $Person weiter draußen rum, und findet irgendwen anders, der den Email-Account hackt. Und deinem Hackerspace ist ein potentiell gutes Mitglied durch die Lappen gegangen. Oder b) du setzt dich 20 Minuten mit $Person hin, erklärst ihr, warum das mit dem Email-Account ‘ne dumme Idee ist, $Person sieht es ein, ist begeistert von eurem Laden, wird Mitglied, …, Profit!

      Ignorieren und abschotten kann nicht die Lösung sein. Schon gar nicht, wenn man sich als “gemeinnütziger Verein” aufstellt, und Offenheit und Transparenz fordert.

      • skytee sagt:

        Kompatible Menschen sind solche, die aufgrund Ihrer Einstellung, Fähigkeiten, Taten zu einer Gruppe passen.

        Sich mit kompatiblen Neulingen zu befassen ist oft eine dankbare Aufgabe.

        Inkompatible Neulinge zu betreuen oder gar zu therapieren ist aufwändig, undankbar. Wenn sich dann niemand findet, der das neben seiner Projektarbeit machen will, finde ich den Vorwurf der Intranzparenz und Abschottung bestenfalls frech.

        Es gibt, im Gegenteil, den aktiven Aufruf und etablierte Methode um kompatiblen Nachwuchs den Zugang zu Spaces zu ermöglichen, siehe http://hackerspaces.org/wiki/The_U23_Pattern

    • fysx sagt:

      Hmmm… mir scheint sowohl der Burschi als auch der eifersüchtige Jüngling könnten sehr gut Hilfe von freundlichen Häckern gebrauchen. Menschen die in solchen Situationen sind brauchen Hilfe, keine Abweisung.

  3. slowtiger sagt:

    Aus langjähriger Erfahrung in solchen Strukturen ein Argument PRO (temporäre) Abgeschlossenheit: die immergleichen Fragen von Anfängern sind sehr ermüdend und können eine gesamte Community lahmlegen – und das noch gänzlich ohne Trolle.

    Das ansonsten erstrebenswerte Konzept von “Jeder hilft jedem – alle lernen von allen” funktioniert nur so lange reibungslos und mit Gewinn, wie Fragende und Antwortende sich noch halbwegs im gleichen Erfahrungskontext bewegen. Wenn du merkst, daß bestimmte Fragen dich zu nerven beginnen, ist es Zeit für eine Auszeit – oder Zeit, deine Rolle von jemand anderem übernehmen zu lassen, der noch genug Elan dafür hat. Nach ein paar Monaten oder Jahren kommt dein Enthusiasmus wieder – entweder im gleichen Hackerspace, oder anderswo.

  4. prauscher sagt:

    Natürlich ist es ein Problem, wenn Hackerspaces sich künstlich verschließen und nur Mitglieder zulassen – aber man sollte auch die Umstände nicht ganz außer acht lassen. So liegt das RaumZeitLabor mitten im Industriegebiet – man muss durch bestimmte Schleusen durch, die eben nicht durch den Hackerspace bestimmt werden. Dafür finden sich Anleitungen und Hinweise auf der Webseite, wie man zum Space kommt und Hilfe dazu bekommt man recht gut im IRC und per Telefon.

    Ebenso kann man Privilegien für Mitglieder imho nicht pauschal verurteilen. In einem gewissen Rahmen geht es einfach nur darum, einen Anreiz zu schaffen, Mitglied zu werden und so die finanzielle Situation des Raums zu verbessern.

    Als Beispiel: Ich fand es sehr merkwürdig, als ich im Keller der C-Base saß und eigentlich hätte den Raum verlassen müssen, weil ich kein Mitglied bin. Aber ich kann nichts böses daran finden, wenn das RZL die Türcodes nicht auf die Webseite schreibt oder einem Mitglied je 5 € 50 Cent schenkt.

    • tiefpunkt sagt:

      Es geht nicht darum, Vorteile für Mitglieder zu verurteilen. Ganz im Gegenteil, es muss ja irgendwelche Vorteile haben, Mitglied zu sein, anstatt einfach nur immer so mal vorbei zu schauen. Wichtig finde ich an dem Punkte nur, dass dieser Vorteil in ein “du kommst rein, weil du Mitglied bist, und alle Anderen nicht.” ausartet.
      Eben so eine Situation wie du sie beschreibst, finde ich ärgerlich. So ein “Ey, du kommst hier nicht rein.”. Auf mich wirkt sowas abstoßend, und meiner Meinung nach hat so ein Konzept mehr Nach- als Vorteile.

  5. zwetschgo sagt:

    ‘Tschuldigung, wenn ich mich mal kurz unqualifiziert äußere, aber im Prinzip ist das Thema so ähnlich, wie das was ich oft anmahne, nämlich dass ich mir als Nicht-Nerd oft, bzw öfter missverstanden vorkomme, als diejenigen, die mit Memes, Programmiercodes etc vertraut sind. Das hat aber nix mit Member oder Nicht-Member zu tun, sondern damit sich irgendwie auf irgendwas einzulassen udn zu reflektieren. Und das das geht auf beiden Seiten. Wenn aber weder die eine , noch die andere Seite dazu bereit, oder fähig ist, dann erst wirds schwierig. Viel mehr steckt da nicht dahinter. Man muss zudem nicht jeden mögen und immer gut drauf sein um durchs Leben zu gehen. Is nicht so, war nie so und wird auch nie so sein. “All Hackers are created equal” ist daher schon so ein bißchen nicht ganz richtig. Sie sind nämlich sehr verschieden. Ob sie es sein sollten steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. (wenn man jetzt mal Hacker im Sinne von Leuten im Hackerspace benutzt, ich bin keiner im eigentlichen Sinn, aber ab und zu im RaumZeitLabor)

    Das “Eliten” Problem erkenne ich auch ansatzweise, aber sehe da eher kein Problem, sondern einfach ein Frage der Kompatibilität, wie oben beschrieben. Menschen die sich für Dinge im Hackerspace interessieren müssen zum einen erstmal wissen, dass es einen solchen gibt. Zweitens, sollten sie sich dann, um an ihn gebunden zu werden auch dort wohl fühlen. Das generiert die Mitglieder oder zumindest, dass der Hackerspace im Gespräch bleibt. Wenn jemand “damit nix anfangen kann” heißt es noch lange nicht, dass der Hackerspace nicht eine Reise wert ist. Ich kann heute mit soviel im Hackerspace nix anfangen, bin aber trotzdem seit Anfang an dabei. (mit der Planungsphase knapp 2 Jahre) und es gab und gibt immer wieder Phasen in denen ich fern bleibe, weil ich mich eben nicht wohlfühle. Dann bleib ich weg. Aber ich komm wieder. Bis jetzt jedes Mal. Und warum? weils doch immer noch irgendwas gibt was mein Interesse weckt, so lange das so ist, werden Hackerpaces Leute haben, die den Weg in ihre Hallen finden. Macht euch keine Sorgen. Aber trotzdem schön, dass ihr euch welche macht.

  6. Ich kenne noch nicht so viele andere Spaces, aber bei uns funktioniert nahezu 100%ige Offenheit bisher wunderbar. Es ist zwar noch kein Jahr seit dem ersten Treffen der Gründer vergangen und die Räumlichkeiten haben wir erst ca. ein halbes Jahr, aber ich sehe bisher keine Gründe (oder Forderungen), das anders zu machen.

    Unsere Tür war in der gesamten Zeit genau ein einziges Mal für zwei Stunden nur für Mitglieder geöffnet – zur Mitgliederversammlung. Ansonsten ist bei uns immer durchgehend auch für die Öffentlichkeit geöffnet und der einzige Unterschied zwischen Vereinsmitgliedern und sonstigen Nutzern / Besuchern ist der unterschiedliche Preis für Mate und Snacks. Da spricht auch der Traffic auf den Listen für sich: fast alles auf den offenen und über die “Mitglieder” gehen nur Finanz-Infos oder Abstimmungen zur Verwendung der Gelder – aber sogar bei dem Thema beteiligen sich bei Treffen im Space Nicht-Mitglieder mit ihrer Erfahrung / Meinung…

    Ich muss regelmäßig erklären, warum es kein Problem ist, vorerst nicht Mitglied zu werden und dass von dem mitgebrachten Wissen, dem Tragenhelfen bei Getränkelieferungen oder der Geduld mit Jüngeren / Älteren im Endeffekt ja auch wieder alle was haben.

    Das einzige “Problem” ist der von Externen erwartete und von wenigen Mitgliedern geforderte pöhse Datenschutz. Dass nicht jeder Vermieter seine private Nummer und die Grundrisse seiner Immobilien öffentlich im Netz haben will, damit kann ich aber auch leben. Und wenn ein Mitglied keinen Nachnamen oder kein Foto im Netz haben will, dann ist das eben so. Vielleicht ändert sich ja die Meinung, wenn es von der großen Mehrheit anders vorgelebt wird und @tante nochmal einen seinen schönen Vorträge zum Thema hält…

    Apropos Vorträge… Über die Offenheit im Space hinaus haben wir ja neben diversen kleineren Geschichten auch zwei große Vorträge für die breite Öffentlichkeit organisiert. (An den einen erinnerst Du Dich vielleicht ;) Diesen Weg kann ich nur jedem anderen Space empfehlen, wenn er nicht aus der Satzung, sondern von Herzen kommt!

    Alles nicht immer leicht und leider auch nicht durchgehend so flauschig, wie das hier gerade klingt. Aber definitiv jede Stunde Engagement wert!

    LG

    @MarvinGS

    • tiefpunkt sagt:

      Klingt so als müsste ich mal bei euch reinschauen, wenn ich mal in der Gegend bin.

      Auf jeden Fall toll, dass das bei euch so klappt. Ich fände es super, wenn es noch viel mehr so Spaces gäbe.

  7. thinkJD sagt:

    Als ich in die Welt des RaumZeitLabors eingetaucht bin, war das eine großartige Erfahrung.
    Ich lernte einen ganzen Schwung neuer Leute kennen, die sich genau so gerne wie ich mit Neuem beschäftigen.

    “Ein Hackerspace ist ein Ort, an dem sich Menschen treffen, die sich im Alltag geistig unterfickt fühlen.”
    - Tim Pritlove –

    Die “Nerdkultur” war ebenfalls eine neue Erfahrung für mich. Auf viele Fragen erhielt ich ein: “Guck ins Wiki” oder “Steht auf dem Schild”. Im Nachhinein fand ich das großartig. Man verinnerlicht dadurch unser Credo “Wer mach hat recht”. Man fühlt sich sehr schnell in die Gemeinschaft integriert, wenn man in der Lage ist sich darauf einzulassen. Anecken kann man ebenfalls schnell, ich denke da an einen Nerd, den ich zurechtgewiesen habe, weil er mit sexistischen Sprüchen um die Ecke kam.

    Das eingliedern in diese Szene ist aufgrund ihrer vielen Rituale, der großen Anzahl an Kommunikationswegen und dem komplexen Humor, nicht für jeden einfach. Wenn man das jedoch erzwingen möchte, führt das dazu, dass sich die Gruppe nicht mehr wohl fühlt.

    Wenn ein Space gerne Aliendienstage haben möchte, weil die Mitglieder sich so wohler fühlen ist, das ok. Man kann aber freundlich Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikationskultur unterbreiten. Wenn sie darauf eingehen, ist das ok, wenn nicht ist es ebenfalls ok.

    Den Artikel finde ich an vielen Stellen polemisch und nicht gerade konstruktiv.

    • tiefpunkt sagt:

      Diese Eintrittshürde in die Nerdkultur, wobei man das sichlich gut auf andere Bereiche übertragen kann, ist halt meiner Meinung nach genug. Warum sich noch mehr abschotten? Warum nicht offen gegenüber anderen Nerds, aus anderen Hackerspaces sein? Also nicht nur am Aliendienstag?

      Im Prinzip ist es ja jedem Space selber überlassen. Aber ich persönlich gehe lieber in einen “offenen” Hackerspace, als in einen, wo ich selbst als Hackerspace-Tourist, und “Kompatibler”, mich an irgendwelche wöchentlichen oder monatlichen Termine halten muss.

  8. ohne Namensnennung sagt:

    Ich kenne zwar Tiefpunkt jetzt nicht, aber was ich im Raumzeitlaborwiki gesehen habe, scheint er coole Projekte zu machen und vor allem aktiv in dem space zu sein. Von daher verstehe ich noch nicht ganz, was Tiefpunkt mit dem Seitenbetreiber zu tun hat.

    Warum muss ein Stephan Urbach dauernd sein Maul zu Themen aufreißen, von denen er keine Ahnung hat? Warum über Gruppen reden, zu denen er nicht dazu gehört?

    Erzähl doch mal bitte Stephan: In welchen Hackerspace bist du denn AKTIV! Also nicht Mitglied sondern ein Macher, der nicht nur dauernd Lautsprecher spielt sondern auch mal Getränke kaufen geht und aufräumt? Was sind denn deine coolen Hackerprojekte?

    Vielleicht solltest du mal über deine Relevanz nachdenken und erstmal was aufbauen, dann hören dir “die Hacker” vielleicht auch zu.

    • Stephan Urbach sagt:

      Dein Kommentar gibt meiner und Tiefpunkts Kritik Recht. Ich danke Dir für dieses exzellente Beispiel.

      Dadurch, dass du meinen Beitrag kommentierst gibst du mir ja die von dir bemängelte Relevanz.

      Deine Forderung nach “Leistung” ist übrigens ein Problem in der Szene, das Pylon schon in seinem Blog ansprach

      Des weiteren darf ich Dich bitten, eine Sprache zu verwenden, die ohne Beschimpfungen auskommt. Danke sehr.

    • dingPong sagt:

      Grandios! Hier wird in jede Richtung geballert und in alle Ecken gepinkelt. Wow! So funktioniert also Diskussion in “Hacker”-Kreisen?

      Als Außenstehender und Piratenwähler frage ich mich, was euch eigentlich verbindet. Ist es das Anpöbeln? Das Rummotzen? Das ausfallende Reagieren auf die Meinungen Dritter?

      Wie ich darauf komme?
      - In Foren darf man keine Fragen stellen, man könnte ja Gefahr laufen, dass jemand anderes bereits die Frage gestellt haben könnte.
      - Bei Twitter mitdiskutieren endet oft im Shitstorm – ein Wort, das erst durch euch geprägt PiratInnen und Twitternerds geprägt wurde.
      - Hat man eine Kritik anzubringen, wird gepöbelt anstatt Kritik entgegenzunehmen.

      Der Blogpost von Urbach/tiefpunkt verallgemeinert leider wirklich. Das liest man selbst heraus, auch wenn man bisher nur ganz selten in der c-base war und keine weiteren Hackerspaces kennt. Die Kommentare und die laufende Twitterdiskussion ist ebenfalls ziemlich traurig, fast unterirdisch.

      ICH habe meine Stimme Leuten wie euch gegeben, weil ich mir für die Demokratie neue Impulse gewünscht und erhofft habe. Allerdings lernt man durch euch zuerst, was wirklich digitales Pöbeln ist. IHR bedient (exemplarisch durch diese Diskussion hier) wirklich die Klischees der Nerds, die außerhalb der Gesellschaft stehen. Die sich nicht ordentlich artikulieren können und stattdessen lieber Shitstorms über Dritte auskippen, wenn diejenigen anderer Meinung sind. Traurig. Ist das etwa die Rache dafür, dass euch die Kids in der Schule nicht ernst genommen oder ausgelacht haben? Wenn ja, dann lasst euch gesagt sein: mensch kann auch positiv aus so einer leidvollen Erfahrung hervorgehen – hab ich auch geschafft ;-).

      Und nun weiterhin viel Spaß bei eurem Gebashe.

  9. Nr. 8, erzähl doch mal bitte, warum Du so ein großes Problem (u.A.) mit der Relevanz von Stephan (oder seiner Aussagen) hast?

    Weil Du / Deine so wenig davon haben, dass Du lieber keinen Namen dazu schreibst, wenn Du hier so blöde rumstänkerst? Peinlich…

  10. dervolki sagt:

    eine anmerkung.

    der vorwurf das sich haecker in haeckerspaces einigeln: berechtigt, und hacken dran.

    wieso? naja du findest dort sehr viele menschen die von der mainstreamgesellschaft augeigelt wurden, und dort ein familienersatz/heimat gefunden haben.
    und auf einmal will der mainstream rein weil es schick ist, und nerdbrille sagt ja auch bravo und cosma: geil.
    insofern finde ich den tennisvergleich sehr gelungen, hackerspace, der tennisverein 2012??

    na das nervt. gewaltig.
    und nummer acht ist ein schickes beispiel fuer mensch mit dem ich nicht meine kostbare zeit verbringen will.

    ueberspitzt und uebertrieben:
    wieso fordert ihr nicht das die doofen nerds nicht endlich aus den hackerspaces verschwinden um dem mainstream die tueren aufzumachen. aber loetet vorher mal fix dem kram fertig und dann husch husch weg.

    sorry, aber ich finde den beitrag einigermassen schade.
    der aspekt das bedarf an einem schutzraum besteht ist nicht erkannt, ergo nicht beleuchtet, und somit leider auch nicht kommentiert.
    und sorry, auch nerds duerfen den bedarf an schutzraeumen haben, und es waere eher schick wenn die das auch mal artikulieren.

    sorry, alles sehr unsortiert, aber ich hoffe das das ein denk anstoss gibt, und eventuell helfen die stichpunkte jemanden dabei meine emotion mal zu formulieren :(

    cheers

    • tiefpunkt sagt:

      Einigeln != Schutzraum. Ich kann deine Argumentation nachvollziehen, aber wenn wir uns einigeln, schotten wir uns nicht nur gegen “den Mainstream” ab, sondern auch gegen die, die auch da nicht so richtig reinpassen, wie viele von uns auch.

      “Was du nicht willst, dass man dir tut…” Es mag eine Art natürliche Reaktion sein, sich einzuigeln. Aber wir sollten es besser können, und mit gutem Beispiel vorausgehen. So eine Art offener Schutzraum.

      • laus sagt:

        > Einigeln != Schutzraum

        Das stell ich mal in Frage. Wenn es darum geht all diesen verschrobenen, technikaffinen, ausgegrenzten bisweilen vielleicht auch etwas soziophoben Menschen einen Schutzraum zu bieten in dem SIE die Regeln bestimmen, in dem ihr Verhalten nicht von der Gruppe als Normabweichung bestraft wird, dann führt das eben zwangsläufig zu einer Abgrenzung und einer gewissen Unzugänglichkeit.
        Mehr offene Tage? Vielleicht den Raum dauernd für externes Publikum öffnen? Sicher gut. Handhaben wir so. Ist imho kein Problem.
        Aber es führt auch dazu dass Menschen auftauchen, sich nicht um sie gekümmert wird, weil die zufällig Anwesenden sich nicht Verantwortlich oder in der Lage fühlen die Neuen einuweihen, rumzuführen, aufzunehmen – die meisten gehen dann und kommen nicht wieder. Wenn man feste Daten und einen festen Rahmen für Neumitglieder schafft hat man dieses Problem eben weniger.
        Das etwas verschlossene, unzugängliche, vorsichtige, abwartende ist sicherlich eher der Grund an dem Neulinge scheitern, als die Fixierung auf offene Dienstage o.ä. – und genau da sehe ich nicht, dass man das ändern könnte oder sollte. Wenn man sagt wir wollen das hier introvertiertes, schüchternes, zurückgezogenes verhalten akzeptiert wird, kann man nicht erwarten dass man lauter offene, neulingfreundliche Menschen einsammelt die dann jeden Besucher mit offenen Armen empfangen.
        Im besten Fall wachsen die Menschen in einem Hackerspace und werden souveräner, so dass sie die Fähigkeiten dazu entwickeln. Das lässt sich aber nicht verordnen und auch ein empörter Rant in einem Blog ist da wenig hilfreich.

        Nebenpunkt:
        Das Gewinsel über interne Mailinglisten ist lächerlich. Manchmal ist es ratsam sich nicht-öffentlich abzustimmen. Hackerspaces sind keine Regierungen oder Behörden. Insbesondere Auseinandersetzungen mit Nachbarn ob Rauch-, Geruchs-, Geräuschentwicklung oder anderen Problemen möchte man vielleicht intern klären, aber auch die Verhandlungsstrategie gegenüber dem Raumanbieter der jährlichen Veranstaltung. Anfragen von Privatpersonen die sensibel sind sollten vielleicht auch nicht öffentlich geklärt werden…

        mfg
        laus

  11. Guido sagt:

    Stephan, ich kenne nur den Hackerspace Frankfurt, aber dort habe ich das ganz ganz anders erlebt. Ich interessiere mich seit Anfang des Jahres für Hardware basteln mit arduino, also hab ich den Hackerspace gegoogelt, bin zum Open monday gegangen, und wurde mit offenen Armen empfangen. Die Leute dort sind total offen und freigiebig mit ihrem wissen und überhaupt nicht elitär. Also bin ich wiedergekommen, zwei, drei, viermal, hab dort gebastelt und geredet, mich wohlgefühlt und bin dann etwa nach dem sechsten Besuch in den Verein eingetreten, weil ich das nur fair fand.

  12. dekalog sagt:

    Tach,

    schön, dass ihr euch getraut habt diesen Text zu schreiben und damit auch einen kleinen Debattenkeim pflanzen konntet. Das hat auch mich noch einmal über das Konzept Hackerspace nachdenken lassen, was ganz nützlich ist, da wir unseren in den nächsten beiden Monaten umzugsbedingt neu erfinden können.
    Ich weiß nicht, was für Erfahrung ihr gemacht habt, dass ihr meint, dass Hackerspaces zu elitär und verschlossen sind. In meinen (wenn auch begrenzten) Erfahrungen mit verschiedenen Hackerspaces stand ich als Außenstehnder nie vor verschlossenen Türen. Es ist natürlich als anfänglich schüchterner Mensch immer schwierig in feste Gruppenstrukturen vorzudringen, gerade, wenn die Gruppe auch aus schüchternen Nerds besteht. Aber diese Hürde muss man auch im $Tennisverein, $Männerchor, $Lohnsteuerselbsthilfegruppe überwinden. Das ist mMn einfach eine soziale Grundanstrengung.
    Dass irgendwie auch eine soziale Integration vorgenommen werden muss, sollte doch ebenso klar sein. Wenn jemand anfänglich nicht in die Gruppe passt müssen sich Neuling und Gruppe einander annähern. Die Bringschuld sehe ich da aber hauptsächlich beim Neuling. Wenn er sich nicht genug anpassen will, wird er im besten Fall nicht glücklich in der Gruppe und der Neuling wird der Gruppe in Zukunft fernbleiben. Im schlechtesten Fall schadet er ihr und es ist besser der Person den Austritt nahe zu legen. (Der Fall ist mir persönlich noch nicht untergekommen und ich war und bin immer in vielen – auch exklusiveren – Vereinen aktiv.)
    Die Kritik, die ihr, herrurbach und tiefpunkt, an der Mitgliederpolitik von Hackerspaces anbringt, kommt bei mir so an, als seht ihr die Gemeinschaft der Hacker in der Pflicht jeden auf- und mitzunehmen, der sich uns anschließen möchte. Das kann und sollte eine Gemeinschaft aber nicht leisten, denn dann wäre sie nur damit beschäftigt. Das “Aliendienstag”-/”Openchaos”-Pattern ist Ausdruck bietet eine Möglichkeit für Neuling und Hackerspace sich im Schutz der zeitlichen Begrenzung gegenseitig zu beschnuppern und Kompatibilität zu erkunden und (in den möglichen Grenzen) zu schaffen.
    Diskordisch,
    dekalog

    • tiefpunkt sagt:

      Lass mich drei konkrete Punkten aufgreifen.

      > Kompromiss zwischen Finanzierbarkeit und die durch Dir geforderte Ablegung des Feigenblatt
      Das liest sich so, als wären das zwei nicht kompatible Alternativen. Ich behaupte, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Durch stärkere Offenheit und Transparenz lernen mehr Leute deinen Hackerspace kennen, und unterstützen ihn. Egal ob als Mitglied oder nicht. Natürlich wird es auch Viele geben, die ein-, zweimal kommen, und mit dem ganzen Hackerspace-Dasein doch nichts anfangen können. Dennoch glaub ich, dass eine Öffnung nach außen hauptsächlich positive Effekte hat, auch finanziell.

      > Wenn Du ein oder zwei Probetrainings mitmachst, bist Du noch lange nicht im Team.
      Das ist in einem Hackerspace vermutlich oftmals nicht anders. Aber darum nur jedes 7. Training für solch ein Probetraining öffnen?

      > Die Hackerspaces, die ich bisher kenne, gaben mir mindestens zwei Monate ohne Druck mich zu entscheiden.
      Niemand sollte dich zwingen, Mitglied zu werden. Egal ob nach einem, oder nach 100 Besuchen. Natürlich, wenn du deinen Lebensmittelpunkt in den besagten Space verlegst ohne Mitglied zu sein, sieht die Welt vielleicht anders aus. Aber was spricht dagegen, dass ein Nicht-Mitglied so einmal im Monat reinschaut, und den Raum anderweitig, zum Beispiel durch das Kaufen von Getränken unterstützt? So jemanden zur Mitgliedschaft zwingen finde ich falsch.

      Ab einer gewissen Anzahl Mitglieder ist die Finanzierung eines Raumes IMHO nicht mehr der entscheidende Punkt für den Erfolg eines Hackerspaces. Die Menschen, und deren Projekte und Ideen sind es.

      • Ralf (netkalledonn) sagt:

        Hallo tiefpunkt,

        zu Deinen drei konkreten Punkten:

        >> Kompromiss zwischen Finanzierbarkeit und die durch Dir geforderte Ablegung des Feigenblatt
        >Das liest sich so, als wären das zwei nicht kompatible Alternativen. Ich behaupte, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Durch stärkere Offenheit und Transparenz lernen mehr Leute deinen Hackerspace kennen, und unterstützen ihn. Egal ob als Mitglied oder nicht. Natürlich wird es auch Viele geben, die ein-, zweimal kommen, und mit dem ganzen Hackerspace-Dasein doch nichts anfangen können. Dennoch glaub ich, dass eine Öffnung nach außen hauptsächlich positive Effekte hat, auch finanziell.

        Du kannst natürlich behaupten was Du möchtest, Du kann auch glauben an was Du möchtest. Das alles beantwortet mir aber nicht die Frage nach der Finanzierbarkeit, wenn dem so wäre, warum gibt dann Hackerspaces die an ihrer Existenz nargen? Obwohl sie nach Außen offen sind. Wie Du selbst erkannt hast, wird es viele geben, die nur ein-, zwei- oder viermal erscheinen. Zum anderen ist die Frage nach der fehlenden Offenheit, Transparenz einfach zu oberflächlich. Als wenn diese die Lösung des Problems darstellt, es gibt noch weitere Faktoren, z. B. die größe des Ortes an dem das Hackerspace sitzt,
        um so größer der Ort, um so wahrscheinlicher der Zuwachs, das Interesse. Die Erreichbarkeit, ist auch ein Faktor um Mitglieder an einem Hackerspace zu binden. Ach, da ist noch die menschliche Komponente
        , sind mir die Leute in dem Space überhaupt sympathisch, liege ich mit denen auf einer Ebene. Wie ist das Angebot, was bringt es mir als Windows Benutzer in einem Club/Hackerspace zu sein, wenn ich Windo
        ws-bashing abbekomme und alle anderen Linux benutzen? Die Liste kann unendlich fortgesetzt werden, da sind die Offenheit und die Transparenz doch nur zweit oder drittrangig.

        Versuche mal gedanklich an deinem Ort ein Hackerspace aufzubauen, welchen Anreiz wird es geben, dass dein Hackerspace auch besucht wird. Reicht da Offenheit und Transparenz?

        >> Wenn Du ein oder zwei Probetrainings mitmachst, bist Du noch lange nicht im Team.
        >Das ist in einem Hackerspace vermutlich oftmals nicht anders. Aber darum nur jedes 7. Training für solch ein Probetraining öffnen?

        Es gibt Hackerspaces, die haben jeden Tag auf, Du rufst an und gehst vorbei, wo liegt das Problem? Es gibt aber auch Hackerspace, die haben nicht jeden Tag auf, am Wochenende vielleicht für Mitglieder, oder eben in der Woche ein oder zwei Tage für die sogenannten Alien. Auch da sehe ich kein Problem, der Vergleich mit einem Sportverein hinkt, ein Sportverein traniert 2, 3 mal die Woche, ich habe aber nicht die Möglichkeit das Probetraining über Monate hinweg auszuprobieren. Ich habe noch kein Hackerspace gefunden, an denen nur Tage für Mitglieder sind, es auch wirklich strikt nur Mitglieder an diesen Tagen da sein dürfen. Es werden Mitglieder bevorzugt, aber es dürfen auch Gäste an diesen Tagen teilnehmen. Wenn Dich das an einem Hackerspace stört, dann sollte man das dort anbringen und nicht allgemein alle über einen Kamm scheren.

        >> Die Hackerspaces, die ich bisher kenne, gaben mir mindestens zwei Monate ohne Druck mich zu entscheiden.
        >Niemand sollte dich zwingen, Mitglied zu werden. Egal ob nach einem, oder nach 100 Besuchen. Natürlich, wenn du deinen Lebensmittelpunkt in den besagten Space verlegst ohne Mitglied zu sein, sieht die Welt vielleicht anders aus. Aber was spricht dagegen, dass ein Nicht-Mitglied so einmal im Monat reinschaut, und den Raum anderweitig, zum Beispiel durch das Kaufen von Getränken unterstützt? So jemanden zur Mitgliedschaft zwingen finde ich falsch.

        Es steht bei mir nichts von Zwang, es steht auch nichts davon das Hackerspace über Druck oder Zwang ihre Mitglieder binden.
        Sondern das ich Erfahrung gemacht habe, mich Frei zu entscheiden, die Frage nach einer Mitgliedschaft in einem Hackerspace halte ich durchaus für legitim, auch bei weit aus weniger als 100 besuchen, schließlich würde ich das Hackerspace mit meinen Mitgliedsbeitrag unterstützen. Zu deinem Argument, nimmt der Besucher das Getränk auch wirklich? Kann ich mich darauf verlassen, mit der Getränkekasse, wobei dann noch Süßigkeiten angeboten werden können kann ich mein Hackerspace nicht finanzieren und es deckt auch nicht den Gast ab, der mal rein schaut und meint durch den Kauf von 1,50 – bis 2,5 Euro wäre der Besuch abgedeckt. Aus der Erfahrung die ich gemacht habe, in dem Hackerspace in dem ich bin werden ziemlich viele Vorträge gehalten, die sind öffentlich und kostenlos. Das ist schon mal gut, es wird kaum Mate getrunken. Andere Sachen wie Cola, Limonade, etc pp. wird aus logistischen Gründen nicht angeboten. Das einzige was mir bei den Vorträgen auffällt, es ist gemütliche Atmosphäre und es wird auch mal das ein oder andere Bier getrunken, das aber vom Kiosk gegenüber. Bezogen wird. Komisch oder? Oh, da wäre noch etwas, nicht nur Bier wird gegenüber gekauft, nein auch Cola, weil die drüben 0,5 Liter 1.20 Kostet und ehrlich wer trinkt nur Mate? Sommer oder Winter, der Verkauf von Mate wird nicht durch Gäste gesteigert, weil diese das gar nicht kennen. Ach, die Einnahmen von Getränken, Süßigkeiten etc pp. müssen versteuert werden. Wäre der Verkauf solcher Dinge dann noch gemeinnützig? Mit einer Behauptung oder gar den Glauben ist die Frage nicht zu beantworten.

        >Ab einer gewissen Anzahl Mitglieder ist die Finanzierung eines Raumes IMHO nicht mehr der entscheidende Punkt für den Erfolg eines Hackerspaces. Die Menschen, und deren Projekte und Ideen sind es.

        Ist das wirklich so, oder wieder nur eine Behauptung oder ein Glaube?
        Miete, Strom, Versicherung, Internet sind jeden Monat fällig, es sind jährliche Fixkosten.
        Weißt Du wieviele Mitglieder nicht bezahlen oder bezahlen können, warum auch immer. Weißt Du die Anzahl der Mitgleider in deinem Hackerspace? Weisst Du wieviele Mitglieder vorhanden sein müssen um die Fixkosten zu tragen?

        Der Satz von Euch da oben: “Dieser Gemeinnutz ist aber dann doch oft nur das Feigenblatt, um eigentlich nur für sich selbst nützlich zu sein und den Steuerkram nicht machen zu müssen. Das ist nachvollziehbar und verständlich, aber nicht der Sinn, wie das Gedacht ist. So viele Spaces haben in den Vereinen, die sie tragen “Bildung” als Vereinsziel stehen, oder auch Vorträge und Konferenzen. Ja, dem Finanzamt reicht es, wenn man das innerhalb des Vereins anbietet, aber der eigene Anspruch sollte höher sein. Im Augenblick ist bei den meisten Spaces die Gemeinnützigkeit nicht für die Allgmeinheit, sondern nur für die eigene Gemeinschaft gegeben.”

        Und solche Sätze , empfinde ich schon als Frech.

        Habt Ihr da eine Ahnung wie lange es dauert eine entsprechende Anzahl an Mitglieder zu bekommen, das ein Hackerspace ohne Spenden leben kann?

        Habt ihr euch schon mal gedanken gemacht, wie viel Arbeit das macht ein Hackerspace am kacken zu halten? Da sind Kern-Mitglieder äußerst wichtig und ja diese Mitglieder haben eine ganz andere Position als Gäste! Ich denke, das kann man verstehen, oder?

        Wenn es so einfach ist ein Hackerspace zu öffnen, macht es – seid ein Vorbild.

        Man darf dann nur gespannt sein.

        Gruss,
        Ralf.

        • tiefpunkt sagt:

          > Das alles beantwortet mir aber nicht die Frage nach der Finanzierbarkeit, wenn dem so wäre, warum gibt dann Hackerspaces die an ihrer Existenz nargen?

          Offenheit und Transparenz sind zwei Faktoren von vielen, die IMHO zum Erfolg eines Hackerspaces beitragen können. Ich kann mich nicht erinnern, etwas anders behauptet zu haben. Für mich sind sie durchaus wichtige Faktoren (sonst hätte ich wohl kaum mit an diesem Text geschrieben). Sie sind allerdings nicht die Einzigen.

          >Ich habe noch kein Hackerspace gefunden, an denen nur Tage für Mitglieder sind, es auch wirklich strikt nur Mitglieder an diesen Tagen da sein dürfen.
          Ich schon. Zumindest solche, in denen soetwas kommuniziert wird. Und das empfinde ich schon als ausladend genug.

          > Es werden Mitglieder bevorzugt [...]
          Da gehts ja schon los. Also bei Workshops, ok, evtl. nachvollziehbar. Bei allem andern halte ich sowas für Murks.

          > Zu deinem Argument, nimmt der Besucher das Getränk auch wirklich?
          Aus Erfahrung: In den meisten Fällen ja.

          > Andere Sachen wie Cola, Limonade, etc pp. wird aus logistischen Gründen nicht angeboten.
          Bei uns schon. Und wenn nunmal nicht nur Mate getrunken wird, sollte man das auch ins Getränkeangebot aufnehmen. Oder sich nicht über zu wenig Getränkeumsatz ärgern.

          > Ach, die Einnahmen von Getränken, Süßigkeiten etc pp. müssen versteuert werden.
          Vielleicht solltest du dich da nochmal informieren, da gibt es Regelungen für gemeinnützige Vereine.

          > Ist das wirklich so, oder wieder nur eine Behauptung oder ein Glaube?
          >Miete, Strom, Versicherung, Internet sind jeden Monat fällig, es sind jährliche Fixkosten.
          > Weißt Du wieviele Mitglieder nicht bezahlen oder bezahlen können, warum auch immer. Weißt Du die Anzahl der Mitgleider in deinem Hackerspace? Weisst Du wieviele Mitglieder vorhanden sein müssen um die Fixkosten zu tragen?
          Es ist wirklich so. Wie du schon sagst, handelt es sich bei den von dir genannten Posten, abgesehen vom Strom, um Fixkosten. Die sind defakto ab einer gewissen Anzahl Mitglieder gedeckt. Ein paar Mitglieder mehr, und du hast eine Absicherung, wenn irgendwer mal nicht zahlen kann. Noch ein paar mehr, und du hast einen Puffer für Strom. Somit lässt sich eine Art “Mitgliederanzahl-Breakeven-Point” durchaus festlegen.

          > Habt Ihr da eine Ahnung wie lange es dauert eine entsprechende Anzahl an Mitglieder zu bekommen, das ein Hackerspace ohne Spenden leben kann?
          Da ich die Gründung des RaumZeitLabors mitverfolgt habe, und nicht all zu viel später selber Mitglied geworden bin -> ja.

          > Habt ihr euch schon mal gedanken gemacht, wie viel Arbeit das macht ein Hackerspace am kacken zu halten?
          Ich habe mir nicht nur Gedanken darüber gemacht, ich beteilige mich aktiv an eben dieser Arbeit. Und habe für mich nicht das Bedürfnis einer Sonderstellung. I take pride in my work, and that’s enough for me.

          > Wenn es so einfach ist ein Hackerspace zu öffnen, macht es – seid ein Vorbild.
          Ich bin ganz zufrieden mit dem, in dem ich aktiv bin. Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern. Dennoch habe ich gerade nicht das Bedürfnis, einen Neuen zu gründen. Musst du wohl noch ein wenig länger gespannt sein.

          • Ralf (netkalledonn) sagt:

            Hallo tiefpunkt,

            inwiefern gehört Strom nicht zu den Fixkosten?
            Ich mein, der ist jeden Monat fällig und wird jährlich neu festgesetzt.
            Ohne Strom auch kein Hackerspace ;)

            Zum anderen, hast Du einen Link der deine Behauptung das der Verkauf von Getränke, Süßigkeiten etc pp. nicht versteuert werden muss?

            Wielange hat es gedauert bis das RaumZeitLabor soviele Mitgleider hatte um sich selbst zu tragen? Kommt das RaumZeitLabor ohne Spenden aus?

            Gruss,
            Ralf.

          • tiefpunkt sagt:

            Strom ist zumindest in einem gewissen Maße abhängig von der Nutzung, und somit von der Mitgliederzahl. Somit handelt es sich zumindest im Nachhinein betrachtet um variable Kosten.

            Für Vereine gilt genau wie für Unternehmen die Kleinunternehmerregelung. Grob gesagt musst du als Verein bei Einnahmen unter 17.500€ keine Umsatzsteuer abführen. Mehr Details z.B. hier: http://www.steuer-gonze.de/web/steuertips/vereine-gemeinnuetzige-organisationen/336-umsatzsteuer-im-verein

            Zu deinen letzten beiden Fragen kann ich dir keine sicheren Antworten geben. Bei der Dauer dürften es so ca. 2 Jahre gewesen sein. Die Auftrennung Mitgliedsbeiträge/Spenden ist in sofern schwierig, wie ein großer Teil der Mitglieder zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag einen gewissen Betrag monatlich spendet. Du darfst dir gerne unsere Finanzielle Situation anschauen, ein Bericht dazu geht monatlich über die (öffentliche) Mailingliste.

  13. Boing sagt:

    “Gerade der letzte Punkt ist seit Monaten in der Szene ein Thema und viele Spaces versuchen, ihre Kultur im Umgang mit verschiedenen Lebensmodellen, Geschlechtern und Geschlechterrollenveständnissen zu verbessern und heraus zu finden, wie mensch sich in einem Space wohler fühlen kann, egal welches Geschlecht diese Person gerade hat.”

    Dieser Satz gehört gehackt, da er unnötig das Verständnis erschwert!

    • Stephan Urbach sagt:

      OK, dann hacken wir ihn, aber wie? Welche Formulierung findest du dort besser? Ich freue mich auf Verbesserungen :)

    • zwetschgo sagt:

      Nö, der Satz ist bloß da damit es flauschiger wird. Ohne Flausch scheint es leider überhaupt nicht zu gehen. Dass genau das ebenfalls Leute abschrecken könnte wird gar nicht reflektiert. Was unflauschig ist, ist automatisch böse. ( was ja aa sich schon der Flauschdefinition widerspricht die Leute zu nehmen wie sie sind) Da der Herr Urbach nunmal Prof. Dr. Flausch ist, muss der Satz da stehen.

  14. Thomas sagt:

    Die Frage ist doch am Ende, was man mit einem Hackerspace erreichen will.

    Gruppen können sich positiv wie negativ generieren. Will heißen dadurch, dass man sich selbst eine Gemeinsamkeit zuschreibt (positiv) oder sich eben durch eine Gemeinsamkeit abgrenzt (negativ). Das hängt aber von den Erfahrungen und Weltbildern der einzelnen Mitglieder einer Gruppe ab. Schaut man sich die Nerds so an, stellt man fest, dass sie durch die sozialen Prinzipien unserer Gesellschaft lange in eine negative Selbstdefinition getrieben wurden, eben dadurch, dass man belächelt und als “eigenartig” hingestellt wurde. Man wurde also ausgegrenzt und die Hackerspaces können auch als ein Zeichen dieser Ausgrenzung gesehen werden.

    Es geht also um das “innen” und das “außen” einer Gruppe. Ihr wollt, dass es ein durchlässiges innen und außen für Hackerspaces gibt und das ist auch die langfristig bessere Alternative, wenn man die Gesellschaft verändern möchte. Doch was ist mit den Hackern in den Spaces, die endlich den gemeinsamen Bastelkeller haben, in dem sie mit anderen gemeinsam anders das “außen” sein können. Die reden dann eben von “kompatiblen Menschen” und vom Aufwand, den “Neulinge” machen.

    Ich denke, dass Hackerspaces beiden Ansichten Raum geben müssen, wenn sie ihre Aufgabe erfüllen sollen und das es mehr eine Frage der Rollenverteilung als das Selbstverständnisses ist. Wenn man eine positive Definition der eigenen Gruppe hat und sich von der negativen trennt, dann können da sehr viele Menschen parallel existieren und sich gegenseitig unterstützen.

    Und ist es nicht das, was die Idee von Hackerspaces ist?

    PS: Ich bin Lehrer und Mitglied in einem Hackerspace. Ich beherrsche keine Programmiersprachen, bin aber technikaffin. Ich bin wahrscheinlich der, der zum tausendsten Mal dieselben Fragen der Neulinge beantwortet, weil das MEIN Projekt ist.

  15. Ralf (netkalledonn) sagt:

    Dein Artikel ist ziemlich oberflächlich, Vorwürfe bringen einem in einer Diskussion nicht weiter. Ich sehe in deinem Artikel keinen einzigen Verbesserungsvorschlag, der evtl. einen Kompromiss zwischen Finanzierbarkeit und die durch Dir geforderte Ablegung des Feigenblatt. Transparenz, den für Dich interpretierte Deckmantel der Gemeinnützigkeit für Vereine (für Hackerspaces) aus vereinfachten steuerlichen Gründen. Finde ich ziemliche Geschmacklos. Aber nicht nur das, den Leuten, die für ein Hackerspace verantwortlich sind, die es in ihrer Freizeit und meistens noch mit eignen Mitteln am Leben erhalten, werden mit Füßen getreten.

    Wenn Du Vergleiche einbringst, z. B. den mit dem Sportverein, kommt mir die Frage auf, ob Du schon mal in einem Sportverein warst.
    Wenn Du ein oder zwei Probetrainings mitmachst, bist Du noch lange nicht im Team.
    Nach dem Probetraining kannst Du dich entscheiden, beitreten oder zu Hause bleiben.
    Wenn Du dich entschließt mit zu machen, wird von Dir eine Leistung gefordert, oder meinst Du das man dich direkt auf einem Turnier mitspielen lässt.

    Und genau das, ist die Leistung, die in den meisten Hackerspaces nicht anzutreffen sind.
    Die Hackerspaces, die ich bisher kenne, gaben mir mindestens zwei Monate ohne Druck mich zu entscheiden. Und ja, ich bin auch zu Vorträgen, No-Alien-Day eingeladen wurden,
    ich denke da es kommt immer drauf an, wie man sich Selbst gibt.

    Die Gemeinnützigkeit der Vereine, die Du an den Pranger stellst, ist keine – es sind zwar steuerliche Vorzüge vorhanden, die aber jederzeit geprüft und entzogen werden können,
    wenn Fehler oder Ungereimtheiten entstehen/vorhanden sind.
    Der Vorstand eines Vereins ist dafür verantwortlich das diese nicht aus dem Ruder laufen,
    ansonsten hat es sich mit der Gemeinnützigkeit. Die manchmal auch den Mitgliedern hinterher laufen müssen, damit die Kohle reinkommt – eine sehr undankbare Aufgabe!

    Die von dir “erhoffte” offene Bildung im Privatsektor finanziert sich eben nicht von selbst.

    Wenn ich von Dir auf Twitter Kommentare wie diesen lese: “*kicher* man wirft mir vor, dass ich den Text über Hackerspaces nur geschrieben habe, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken :D”; sind die Argumente, die als Kommentare unter deinem Artikel steht, Dir anscheinend nicht wichtig genug.

    Ich sehe nämlich bisher keine Gegenargumente die darauf schließen lassen, dass Du an einer Diskussion wirklich interessiert bist.

    Werde nicht nur Mitglied in einem Hackerspace, sondern arbeite Aktiv mit, vielleicht bekommst Du dann eine andere Sichtweise.

    Ralf.

    • Stephan Urbach sagt:

      Hallo Ralf,

      erst einmal: Es sind zwei Autoren. ich finde es spannend, dass auf einen Reduziert wird.

      Dann: wenn jemand ausfällig wird, erlaube ich mir, darüber zu kichern. Auch offen.

      Zum Rest schreibe ich später was. Oder mein Mit-Autor. Du darfst dir aber sicher sein, dass ich mir die Kommentare durchlese und darüber nachdenke.

      • Ralf (netkalledonn) sagt:

        Hallo Stephan,
        dann mach aus dem Du ein Ihr.

        Ich erlaube mir, den Tweet von heute Morgen zu kommentieren und man sollte bedenken, wie der auf andere wirkt.

        Auch Kommentare von Leuten die Anonym oder gar polemisch wirken, sollten Beachtung finden, wenn Du Respekt forderst, halte Ihn auch bei anderen ein.

        Du bist doch für ein soziales miteinander.

        Auf ein freudiges diskutieren.

        Ralf

  16. tsag sagt:

    An Herrn Urbach:
    Lass doch mal deine arrogante, besserwisserische Art, die du auch bei deinem Fernsehauftritt gezeigt hast! Wer ständig so austeilt wie du, der muss auch einstecken können. Da du ja nach eigener Aussage selber ständig am Rumheulen bist, solltest du dich gegenüber Leuten mit anderen Meinung auch mit dem Respekt verhalten, den du von anderen ständig einforderst.

    Noch ein Nachtrag: Das soll jetzt keine persönliche Beleidigung sein und mir ist es egal, wie du aussiehst oder dich kleidest, aber hier ein Vorschlag zu einem kleinen Experiment: Geh doch mal mit deinem Diadem und deiner Frisur zu einem Fußballverein und schau mal, wie du da empfangen wirst. Ich kann dir versichern, dass du da als “Schwuchtel” und “Mädchen” beschimpft werden würdest, da kannst du hier in deiner virtuellen Welt so oft Kackscheiße schreien wie du willst. So viel zur angeblichen Offenheit und Aufgeschlossenheit von irgendwelchen Vereinen…

    • tante sagt:

      Einerseits scheint es Dir entgangen zu sein, dass der Artikel nicht nur Stephan als Autoren hat, andererseits bleibt, wenn man den ad hominem Angriff rausstreicht kein Text von Dir mehr über.

      Kommentarfelder sind schön, kann man reinragen und es den gefühlt “Mächtigen” mal so richtig zeigen. Problem ist halt nur, dass von Dir zum angesprochenen Problem so gar nichts kommt, was sogar deinen persönlichen Angriff noch lächerlicher macht als er eh schon ist.

      Protipp: Eine persönliche Anfeindung und Beleidigung mit “Das soll jetzt keine persönliche Beleidigung sein” einzuleiten und mit “du beschimpft werden würdest” fortzuführen ist auch ein sehr ausbaufähiger Stil sehr vergleichbar zu “Ich hab ja nix gegen Ausländer, aber …”. Ist vor allem eklig. So richtig eklig. Willste nicht, oder?

  17. thinkJD sagt:

    Ich finde es schade, dass hier nicht diskutiert wird. Wolltet ihr das nicht mit dem Artikel bezwecken?

    • Stephan Urbach sagt:

      Doch, aber Diskussionen kosten auch Zeit. Tiefpunkt und ich, wir müssen beide Arbeiten. Fundierte Antworten brauchen aber mehr als 140 Zeichen, die ich auch mal schnell während der Arbeit absetzen kann. Deswegen: bitte ein wenig Geduld. Danke sehr :)

  18. Wir reden hier über viele Hackerspaces. In manchen treffen die genannten Probleme zu, in anderen nicht, und in vielen teilweise.

    Probleme im Zusammenspiel mehrerer Gruppen (hier Mitglieder und Nicht-Mitglieder) haben die gruselige Eigenschaft, dass sie oft auf genau der Seite unsichtbar sind, auf der sie entstehen.

    Ich bin inzwischen Mitglied (im Stratum0, Braunschweig) und somit inzwischen recht blind für die Probleme, die außenstehende haben, die mitmachen wollen. Ich habe also das Problem, es gibt bei uns keine. Ein Text, der übliche Probleme anspricht, ist prinzipiell ein sehr guter Ansporn, um das nochmal zu hinterfragen.

    Der konkrete Ausgestaltung von Herrn Urbach und tiefpunkt kann ich aber nicht unbedingt zustimmen. Manche Kritik geht mir zu weit oder ist m.M.n. zu allgemein.

    Z.B. finde ich gewisse Privilegien für Mitglieder o.k., solange man nicht schon ein anderes Privileg besitzen muss, um überhaupt Mitglied werden zu können und der Abtstand zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern nicht zu groß wird.

    Und regelmäßige Alien-Days / Tage der offenen Tür / etc. finde ich auch o.k. bzw. sogar sinnvoll, wenn diese nicht zu selten sind und die anderen Tage dadurch nicht um so geschlossener werden.

    Aber was soll’s, auch ich schreibe & veröffentliche gelegentlich Blogposts, die längst nicht perfekt sind, da ich glaube, das auch darin noch Inspirationen und Einsichten für Leser stecken. Und das hat dieser Post auf jeden Fall geschafft.

    Von daher unterstelle ich mal ganz gewagt, dass diejenigen, die sich durch den Post am meisten angegriffen gefühlt haben und die Autores deshalb in Kommentaren angepöbelt haben auch jene sind, die am wenistens die Zustände in den eigenen Spaces reflektieren.

    LG, Lena

    • “Ich habe also das Problem, es gibt bei uns keine.”

      sollte natürlich heißen

      “Ich habe also das Gefühl, es gibt bei uns keine Probleme.” :)

      • tiefpunkt sagt:

        > [...] Privilegien für Mitglieder o.k. [...]
        Sehe ich genauso wie du. Die generelle Nutzung eines Raumes außerhalb von “Alienzeiten” ist mir als Mitglieder-Privileg einfach zu krass. Dennoch helfen kleine Vorteile dabei, Leute zur Migliedschaft zu bewegen.

        Ein Tag der offenen Tür ist mir dann ein Dorn im Auge, wenn die Tür an anderen Tagen eben nicht offen steht. Generell spricht nichts gegen einen Tag in der Woche, an dem halt viel los ist, weshalb man ihn als einen guten Tag für Besucher empfiehlt. Aber die Formulierung “Aliendienstag” oder “Tag der offenen Tür” suggeriert, dass Besucher an anderen Tagen eben nicht erwünscht sind. Und das widerspricht dem, was ich mir unter einem Hackerspace vorstelle.

  19. Es ist alles sehr kompliziert. Wirklich.

    In meiner Zeit in einem Hackerspace wars folgendermaßen: Man war nett und half jedem, der einem ansprach. Ist supernett, man fühlt sich gut, lernt Leute kennen, hebt seine Karmapunkte, kriegt vielleicht mal Dankbarkeit gezeigt usw. Oder man macht etwas, das wirklich Aufmerksamkeit erfordert, und sondert sich ab. Das geht in einem Space nur, wenn soviel soziale Basis da ist, dass man auf andere vertrauen kann, sie zu ignorieren ohne sie zu verletzten. Wenn man nun arbeitet, ist jedes angesprochen werden nur dadurch zu verhindern, dass man nach außen hin Ablehnung zur Kommunikation signalisiert, durch kleine gruppendefinierte Signale. Und sich darauf verlässt, dass es genug andere Leute gibt, die den sozialen Klebstoff übernehmen. Weil sonst wird das eigene Herzblut für etwas fremden nicht ausgebeutet, sonder aktiv wegkanalisiert wird.

    Es ist unglaublich schwer, Neulingen was zu zeigen und gleichzeitig cutting edge zu arbeiten. Es geht nur, wenn man auch nicht produktive Zeit im space verbringt.

    Die Frage ist, woher kommen die Menschen, oder die Zeit der Menschen, die den Zusammenhalt bilden zwischen Besuchern, die Löcher in den Bauch fragen, und denen, die gerade Arbeiten. Das sind Personen die just im den Augenblick nicht produktiv arbeiten. Weil sie nur zum Sozialisieren da sind, oder einfach immer da sind, oder gerade Pause machen. Das geht nur, wenn der Space einen Aufenthaltsraum hat, der entsprechend attraktiv ist. Der nicht verschlossen ist, sonder offenherzig ist. Schlecht ist z.b. ein verstecktes extrakammerl. Schlecht ist auch eine offene Fläche, in der man durch reden Noise produziert, arbeitende stört, bzw. nicht face2face reden kann, ohne dass ganz viele gleich mithören und bewerten.

    So ein Kontaktspace ist extrem schwer zu gestalten. Er muss einladend sein, aber auch verwinkelt. Er muss offen sein, aber nicht zu sehr. Er muss zum verweilen einladen, aber nicht so sehr, dass Leute dort campen. Bzw Leute dort abhängen, die aus so prekären Situationen kommen, dass sie es nicht auch wo anders aushalten, z.B. zuhause. Kontaktspace darf keine Notwendigkeit sein, sonder muss eine bewusste temporäre Wahl sein. Und muss eine möglichst ständige Population haben, an Menschen die eben nichts machen, außer herzuzeigen, und sozial zu moderieren. Zu wissen, wen man rausreissen kann aus seinem Tun, oder wer grad so produktiv ist, dass es fürs Weltwissen besser ist wenn der in Ruhe werkt.

    Ad Verschlossenheit der Gruppe: Gruppen entstehen erst durch Ausgrenzung. Und es braucht eine Gruppe, IMHO. Warum? Man braucht Vertrauen in die Menschen, die um einen Werken. In ihren Stil, Ihre Bereitwilligkeit, hinter sich zusammenzuräumen, oder einem notfalls kurz zu helfen. Das geht nur/bzw zumindest für mich/ wenn ich die Leute kenne. Sie einschätzen kann. Wenn alle drei Minuten jemand neuer hinter mir steht ist das nicht angenehm. Wenn ich mich in ein bekanntes Ökosozialsystem bewege, fühle ich mich dort geborgen und kann mich auf das Werk konzentrieren, ohne ständig sozial interagieren zu müssen.

    Es braucht also IMHO Menschen, die andere Menschen zusammenhalten, dadurch, dass Sie weniger technisch sondern vermehrt sozial agieren. Die dann auch automatisch Fixpunkte im sozialen Netz sind. Idealerweise ist dieser Personenkreis frei vom ungeschriebenem Zwang nach einem Werk. Es braucht also eine zusätzliche Ebene von Respekt im Hackerspace, die des Werks, und die des Sozialen. Letztere ist selten. Weil Wert oft durch Werk definiert wird.

    Ad Kompatibilität der Menschen: Mir ist es wichtig, dass ich in Ruhe arbeiten kann. Dazu ist soziale Harmonie um mich nötig. Das wiederum benötigt Kompatibilität. Die ist z.b. nicht gegeben, wenn Leute Arbeiten anderer mutwillig zerstören, einfach falsche Anforderungen stellen, oder nur nehmen und nicht geben möchten. Ich bin jedem sozialen Angelpunkt dankbar, wenn er die Menschen ausfiltert. Nicht hart, aber es braucht IHMO eine poröse Wand, durch die nur Leute durch wollen, die sich dahinter wohl fühlen, bzw. die nicht toxisch sind. Ob diese Wand eine Zeitliche ist, oder eine Emotionale, ist mir nicht ganz egal. Emotional find ich besser, weil dadurch die Schere zwischen dabei und extern nicht ganz so groß ist. Weil die Wand weich ist. Zeitliche Limits sind wie ein Sieb, dass Gemeinschaften fragmentiert.

    Ganz schlecht ist z.b. das Modell, das man bei weniger Mitgliedsbeitrag nur einen speziellen Abend die Woche dort sein darf. Weil bis auf zeitlich unlimitiere Fixstarter jeden Tag ein andere Kritische Masse vorausgesetzt wird. Die viel leichter verfehlt wird, trotz der Möglicherweise mehr Mitglieder. Weil offene soziale Interaktion dadurch schon verhindert wird.

    Ideallösung? Gibts nicht. Unoptimale Zustände: Überall. Man kann nur durch Analyse die Misoptimalitäten bekämpfen. Oder wenn diese korrekturversuche misslingen (z.b. durch zu starke Gruppenmeinungen oder Akzeptanz von Missständen), sein eigenes Ding auf die Beine stellen.
    In dem Wissen, dass jedes Ding irgendwo fehlerhaft sein wird.

  20. Ihr beide, Stephan Urbach und tiefpunkt, habt einen Nerv getroffen – und das macht euren Blogeintrag sehr interessant – und sehr lesenswert. Entsprechend der Kommunikation, wie sich sich seit den anfänglichen 1980er Jahren aufgebaut hat, ist aus der Gruppe der virtuell online Reisenden eine Horde online herummetzelnden Barbaren geworden.

    In den ausgehenden 70er Jahren habe ich das bei Nutzern von CB-Funkkeräten miterlebt. Man mußte “drin sein” dabei sein … und das hat sich nicht geändert – es ist ein Teil, wie wir Menschen ticken. Wir sagen nach außen, das wir es nett möchten, jedoch bauen wir keine Gemeinschaften sondern geschlossene Gesellschaften, mal kleine (der private, enge Freundeskreis), größere Gruppen, Vereine, Computerclubs oder heute halt “Hackerspaces” … und egal mit welchen Vorsätzen eine Gruppe entsteht – letzten Endes kippt alles – und man ist ein geschlossener Verein.

    Eure Aufforderung – und eure Art zu denken ist erfrischend, natürlich auch provokant – hier hat man das Gefühl in einem Monsum zu stehen … ich würde mich einem solchen Streß persönlich nie wieder aussetzen.

    Ich hoffe sehr, daß es zu einer echten Diskussion kommen kann, irgendwo im Netz, ohne Shitstorm – und das euer Beitrag etwas bewirkt!

    Danke, daß ihr diese Gedanken geteilt habt!

    Sascha

  21. [...] von mir sehr verehrte Stephan Urbach und der offensichtlich auch ganz großartige Tiefpunkt haben heute den Artikel “Eigentlich [...]

  22. Philipp sagt:

    Naja, bei uns gibt’s nur die Schlüssel auf Antrag (dazu muss man Mitglied sein und den Antrag muss der Vorstand genehmigen); einfach damit man ihn beim Fehlverhalten (Gefährdung durch angelassene Lötkolben oder offen gelassene Fenster, Nichtabschließen der Tür etc.) einfach wieder entziehen kann.
    Außerdem bekommen nur Mitglieder ein bisschen Stauraum im Elektrolabor. Das ist aber denke ich verständlich. Das war am Anfang anders und führte leider dazu, dass Viele ihren Elektroschrott mitbrachten.

    Ansonsten kann bei uns Jeder jederzeit vorbei kommen. Es gibt keine “private” Days. Und ja, auch die Mate kostet gleich viel. Egal ob Member oder Nicht-Member.

  23. Philipp sagt:

    NATÜRLICH gab es gerade eine Diskussion, und ja, ich muss feststellen, dass unbewusst immer mehr an die Mitgliedschaft gehängt wird.

    z.B. der Zugang zu einem internen Bereich im Wiki. Obwohl die ML “offen” ist, haben wir im Wiki einen “internen” Bereich z.B. für Sammelbestellungen….

    Ich glaube, wir müssen intern (haha), also beim (öffentlichen) Plenum mal drüber reden.

    Öffentlich nur als Betonung, nicht als “es gibt auch ein privates”.

  24. frieder sagt:

    hi,

    eine interessante Diskussion! es wurde schon alles gesagt, was ich auch noch beizutragen hätte:

    gruppen (auch hackerspaces) müssen ausschliessen, das ist ein prinzip von gruppen: durch einen zusammenschluss werden automatisch alle anderen nicht zusammengeschlossenen ausgeschlossen.

    die gruppe kann entscheiden, wie sie die Durchlässigkeit/Nichtdurchlässigkeit zwischen “innen” und “aussen” regeln will/kann.

    für einen erfolgreichen hackerspace braucht es natürlich die beteiligung von allen: kerngruppe, feste aktive mitglieder, feste passive mitglieder, regelmässige besucher und unregelmässige besucher … im realen space und natürlich auch im virtuellen …

  25. [...] Zeit.de: “Dem Urheberrecht droht ein Legitimationsverlust” Im Bundestag haben Experten über Urheberrecht und Warnhinweise an Filesharer diskutiert. Die Musikindustrie wünscht sie sich, Provider und sogar Urheber sind dagegen. http://www.zeit.de/digital/internet/2012-05/bundestag-warnhinweise/komplettansicht Eigentlich mag ich Hackerspaces http://stephanurbach.de/2012/05/eigentlich-mag-ich-hackerspaces/ [...]

  26. [...] Herren Urbach und tiefpunkt schreiben in Ihrem Artikel “Eigentlich mag ich Hackerspaces” unter anderem darüber, wie es für Außenstehende schwierig ist, in Hackerspaces Fuß zu [...]

  27. [...] an ihre Projekten zu arbeiten oder andere Menschen kennen zu lernen. Gar nicht so dolle, befinden Stephan Urbach und tiefpunkt und mahnen, keine mystischen Orte für Hohepriester daraus werden zu lassen. Einige Punkte hat Lars [...]

  28. Astro sagt:

    Offenheit ist ein hehres, unterstützenswertes Ziel.

    Realistisch haben wir uns das dann aber so vorgestellt: im Alltagsbetrieb sitzen da 2-5 Nerds, in ihren Code vertieft. Dann kommen Neulinge und bekommen einen miesen Eindruck. Stattdessen hat man die doch lieber zum offenen Chaosdienstag, wo man vorbereitet ist sich mit ihnen zu beschäftigen.

    Wir wollen auch keine Stammtischhorden zu Besuch weil sie sich heute mal die Hacker angucken wollen.

    In Deutschland gibts außerdem Nazis. Wenn mal wieder beim NPD-Defacement der CCC gegrüßt wird, haben wir ganz andere Probleme als Offenheit.

    • tiefpunkt sagt:

      > Offenheit ist ein hehres, unterstützenswertes Ziel.
      Thanks for reading.

      > Realistisch haben wir uns das dann aber so vorgestellt: im Alltagsbetrieb sitzen da 2-5 Nerds, in ihren Code vertieft. Dann kommen Neulinge und bekommen einen miesen Eindruck. Stattdessen hat man die doch lieber zum offenen Chaosdienstag, wo man vorbereitet ist sich mit ihnen zu beschäftigen.

      Dann sollte sich einfach einer dieser 2-5 aus seinem goldenen Thron erheben, ne kurze Führung geben, und die Neulinge versuchen zu integrieren. Oder man versucht einfach generell, den Space ein bisschen besser zu beleben, dass eben nicht nur 2 Kellerbernds da rumsitzen.

      > In Deutschland gibts außerdem Nazis. Wenn mal wieder beim NPD-Defacement der CCC gegrüßt wird, haben wir ganz andere Probleme als Offenheit.
      Nicht jeder Hackerspace ist CCC Erfa, oder fühlt sich anderweitig dem CCC zugehörig. Ähnliches gilt für die Piratenpartei. Just as a thought.

  29. [...] Definition des Begriffs Hackspace: Ohne Definition ist es schwer, Forderungen an Hackspaces, wie es Stephan Urbach und Tiefpunkt versuchten, zu formulieren und vor allem auch zu [...]

  30. [...] dieser Stelle möchte ich an einen hervorragenden Blogbeitrag von Stephan Urbach und tiefpunkt verweisen. Die haben zwar über Hackerspaces gebloggt, aber das [...]

  31. Lars sagt:

    In den Eingangskommentaren wurde von “kompatiblen Menschen” gesprochen. Was sind kompatible Menschen? Wer legt es fest? Gibt es einen Selektionsbeauftragten? Das Beispiel mit der Burschenschaft war nicht so schlecht, die suchen sich ihre Mitglieder auch nach dem Kompatibilitätsgedanken aus. Und wenn die die Mitglieder eines Hackerspaces als kompatibel empfinden, dann ist doch zumindest dem Selektionsbeauftragten des Hackerspaces einiges an Arbeit erspart geblieben.

    Hier wurde geäußert, dass die Frage der Kompatibilität gefährlich sei. Ja, ist sie. Wie wird Kompatibilität festgestellt? Wer wissen will, ob Menschen langfristig zu einem passen, wird sich auf sie einlassen müssen. Das verträgt sich nur bedingt mit Abschottung. Erfahrungsgemäß trennen sich die Wege von Menschen, die nicht miteinander harmonieren, irgendwann. Dafür muss man Menschen aber kennenlernen und mit ihnen zusammenarbeiten.

    Wer meint, bereits vor der Erfahrung mit einem konkreten Menschen beurteilen zu können, ob dieser langfristig passt, hat sich eine Denke angeeignet, die zu sehr in eine bedenkliche Richtung des Elitären, Kompatiblen und Wertigen Menschen geht… der braucht dann aber auch den Burschenschaftlern nicht mehr die Tür verweigern.

  32. [...] @herrurbach hat vor ein paar Tagen mit »Eigentlich mag ich Hackerspaces« die Debatte um die Zugänglichkeit von Hackerspaces angestoßen. Ich freue mich prinzipiell über [...]

  33. Ralf (netkalledonn) sagt:

    Hallo Tiefpunkt,

    der Strom ist nicht variable, sondern Fix – der Strom wird jährlich neu berechnet, nicht monatlich.

    Du siehst also, so einfach wie Ihr das mit dem Satz:

    “Dieser Gemeinnutz ist aber dann doch oft nur das Feigenblatt, um eigentlich nur für sich selbst nützlich zu sein und den Steuerkram nicht machen zu müssen. Das ist nachvollziehbar und verständlich, aber nicht der Sinn, wie das Gedacht ist. So viele Spaces haben in den Vereinen, die sie tragen “Bildung” als Vereinsziel stehen, oder auch Vorträge und Konferenzen. Ja, dem Finanzamt reicht es, wenn man das innerhalb des Vereins anbietet, aber der eigene Anspruch sollte höher sein. Im Augenblick ist bei den meisten Spaces die Gemeinnützigkeit nicht für die Allgmeinheit, sondern nur für die eigene Gemeinschaft gegeben.”

    darstellt ist es nicht. Zum Umsatz gehören auch die Einnahmen der Mitgliedsbeiträge, etc pp. und nicht nur die Getänkekasse ;).
    Und Du die Buchhaltung sollte stimmen, sonst ist man seine Gemeinnützigkeit schnell los.

    Ich denke, das Euer Blog-Eintrag das Ziel verfehlt hat, schon alleine dadurch wie Ihr das beschrieben habt.

    Gruss,
    Ralf

  34. [...] und die Schufa (tante), Kredit auf Daten (Frank Rieger/FAZ [↩]Stephan Urbach und tiefpunkt: Eigentlich mag ich Hackersapces, tante: What the Frak are Hackerspaces anyways?, Pylon: Gäste in Hackerspaces [↩]Share/Save Der [...]

  35. [...] Urbach kritisiert in seinem Blogeintrag Eigentlich mag ich Hackerspaces, die Tendenz dieser einrichtungen sich selbst abzukapseln. Ich habe mir Herrn Urbachs Kritik zu [...]

  36. [...] es vermehrt Diskussionen, in denen Hackerspaces in die Kritik gerieten. Ein Thema ist hierbei der Umgang der “Bewohner” miteinander und gegenüber neuen Interessierten oder auch nur der Begriff [...]

  37. dazz sagt:

    “Sogar die meisten Sportvereine machen es uns vor. Da kommt man einfach mal zu einem Training, trainiert zwei Mal mit, und schon ist man Teil des Teams.”

    Wenn du dich an die Regeln des Sports, Spiels und des Teams hälst darfst du ins Team. Wenn du uns, denen die lange dabei sind, nicht auf die Nerven gehst, darfst du mitspielen.

    Ansonsten gehst du einfach mal dahin wo man deine Art von Humor kapiert, oder gründest deine eigene Sportart, ziehst in eine andere Stadt, hälst dich mal ein wenig zurück und schaust erst mal wie es so läuft.

    Gründe mal deinen eigenen “Hackerspace” und dann kommen die coolen Idioten und wollen dir erklären wie das so zu laufen hat.

    Vielen Dank für deine Anregung. Wir haben hier ein Problem erkannt. Leute die was tun sind genervt von denen die nur labern.

  38. Ich bin gerade ins RaumZeitLabor eingetreten. Nicht, weil mich jemand dazu gedrängt hätte. Im Gegenteil, mir wurde immer wieder deutlich gesagt, dass ich kein Mitglied werden muss, sogar noch als ich den Antrag teilausgefüllt neben mir liegen hatte. Die Frage, ob ich Mitglied bin, ist auch nur einmal relevant gewesen, als nachts das letzte Mitglied gegangen ist, und ich dann auch meine Sachen gepackt habe. Das war absolut verständlich, einen Raum, der nicht verschlossen wird, wenn das letzte Mitglied geht, will wohl keiner.

    Ich bin einfach deshalb Mitglied geworden, weil ich den Verein unterstützen möchte. Weil ich auf Dauer das Gefühl hatte, dass ich diesen Beitrag leisten sollte, wenn ich davon profitieren, was dort aufgebaut wurde. Und weil ein eigener Türcode natürlich cool ist, weil man dann nicht mehr schauen muss, ob schon offen ist. Aber sicherlich nicht deswegen, weil man mich als Nichtmitglied irgendwie anders behandelt hätte.

    Die Einrichtung der offenen RaumZeitLaborierung am Dienstag finde ich gut. Die gibt es ja nicht, weil dann nur dienstags mit Fremden gerechnet werden muss. Ich hatte als Nichtmitglied genauso an anderen Terminen Zutritt und Spaß, sei es donnerstags oder auch am Wochenende. Vielmehr gab für mich die Information, dass dienstags ausdrücklich der Tag ist, an dem Neulinge erwartet werden, zu Beginn den Ausschlag dazu, einfach dann mal vorbeizuschauen, und dann nochmal, und nochmal …

    In der c-base habe ich das in der Tat schon anders erlebt. Auch wenn ich bisher nur dort war, wenn auch andere Leute da waren, die mich kennen, und ich auch schon seit vielen Jahren sporadisch dort vorbeischaue (und noch die alten Räumlichkeiten kenne), war stets deutlich die Grenze zu spüren, die man als Nicht-Mitglied besser nicht überschreiten soll. Sei es, dass man hinter einem anderen Nerd herlief und dann plötzlich an einer Tür von anderen weggeschickt wurde, oder auch die beliebte Situation im Keller, wo man sich auf einmal nicht mehr willkommen fühlt, nachdem die Frage aufkam, ob etwa Nichtmitglieder anwesen seien.

    Ich weiß, dass z.B. die Hamburger ihren Keller offiziell auch den Mitgliedern vorbehalten, dennoch hatte ich als Gast dort Zutritt und durfte mich wohlfühlen, sobald mich ein Mitglied mit reingenommen hatte. Dass Mitglieder Menschen wegschicken, die im Schlepptau eines anderen Mitglieds unterwegs sind, kenne ich so tatsächlich bisher nur von der c-base.

    Ich war selbst jedoch von der Erwartung, dass es Bereiche gibt, die nur Mitgliedern zugänglich sind oder die man zumindest nur nach Einladung eines Mitglieds betreten sollte, so geprägt, dass ich erst am Tag meines Eintritts das erste Mal rauf auf den Olymp geklettert bin (die obere Ebene des RZL). Um dann freundlich dafür ausgelacht zu werden, dass ich meinte, als Nichtmitglied bisher dort keinen Zutritt gehabt zu haben.

    Es kommt sehr auf die Einstellung der Leute im Space an. Solange ein Space grundsätzlich offen gegenüber neuen Menschen ist, wird eine Einrichtung wie der offene Dienstag nicht schaden, eher senkt er die Hürde für Neulinge, sich hinzutrauen (und auch hinzufinden durch einen Anruf im Raum, denn der Weg zum RZL ist wirklich schwer zu finden), und er ermöglicht es den Anwesenden, leichter zu erkennen, wer neu ist und ein paar Informationen braucht.

    Ist ein Space grundsätzlich eher von Leute geprägt, die sehr streng in Mitglied und Nichtmitglied unterscheiden, dann kann es allerdings tatsächlich sein, dass der offene Dienstag auch wirklich der einzige Tag ist, an dem man Nichtmitglieder zu dulden bereit ist. Dann ist es allerdings nicht damit getan, den Dienstag abzuschaffen, sondern es braucht eine grundsätzliche Diskussion, wo ein Space die Grenze zwischen Mitglied, Sympathisant und Besucher ziehen will. Nur aus dieser grundsätzlichen Entsscheidung wird eventuell ein offenerer Umgang mit Nichtmitgliedern entstehen. Nur zu entscheiden “wir werden Nichtmitglieder jetzt auch an anderen Tagen *dulden*” wird keinem weiterhelfen, solange man dem Nichtmitglied noch immer das Gefühl vermittelt, nur gedulded zu sein.

  39. [...] Workshops zu den Themen Programmierung und Elektronik, DIY-Projekte und einen mobilen Hackerspace. Hackerspaces: Das sind offene Räume, in denen sich Hacker und andere Technikinteressierte treffen und [...]

Hinterlasse eine Antwort

%d Bloggern gefällt das: